TUI Aktie: 40 Millionen Euro Kosten durch Iran-Konflikt

TUI führt mit „TUI Smiles“ ein Treueprogramm ein, um Kunden langfristig zu binden. Der Aktienkurs leidet unter geopolitischen Risiken und schwächeren Buchungen.

TUI Aktie
Kurz & knapp:
  • Neues Treueprogramm TUI Smiles gestartet
  • Aktie fällt auf Jahrestief-Niveau
  • Kreuzfahrtgeschäft bleibt stabil
  • Iran-Konflikt belastet Jahresprognose

TUI will aus einzelnen Urlaubsbuchungen eine engere Kundenbeziehung machen. Mit „TUI Smiles“ setzt der Konzern stärker auf wiederkehrende Buchungen statt auf klassische Verkaufsaktionen. Der Zeitpunkt ist heikel: Die Nachfrage bleibt da, aber die Planung wird schwieriger.

Am Dienstag steht die TUI-Aktie bei 6,32 Euro und verliert 1,96 Prozent. Seit Jahresanfang summiert sich das Minus auf 29,25 Prozent. Der Kurs liegt damit nur knapp über dem Jahrestief.

Treueprogramm statt Einmalgeschäft

Mitglieder von TUI Smiles sammeln bei Buchungen sogenannte Smiles. Das gilt für Flüge, Hotels, Pauschalreisen, Kreuzfahrten und Erlebnisse. TUI will Kunden damit öfter im eigenen Angebot halten.

Gestartet ist das Programm in Finnland. Danach folgte die Ausweitung auf Dänemark, Norwegen und Schweden. Im weiteren Verlauf des Jahres soll der Rollout in weiteren Kernmärkten folgen, darunter Großbritannien und Irland.

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Das Ziel ist klar: TUI will aus Kundendaten bessere Angebote machen. Personalisierte Vorteile sollen die nächste Buchung wahrscheinlicher machen. Gerade in einem Umfeld mit kurzfristigeren Reiseentscheidungen kann das helfen.

Kreuzfahrten stützen das Bild

Im Kreuzfahrtgeschäft bleibt die Nachfrage robust. Der deutsche Hochseekreuzfahrtmarkt zählte im Jahr 2025 mehr als drei Millionen Passagiere. Rund 1,51 Millionen davon starteten von deutschen Häfen an Nord- oder Ostsee.

Für TUI ist das wichtig, weil Kreuzfahrten und Hotels zur Sparte Urlaubserlebnisse gehören. Dieser Bereich liefert stabilere Beiträge zum operativen Ergebnis. Er wirkt damit als Gegengewicht zur schwächeren Entwicklung im Bereich Markets + Airline.

Dort lagen die gebuchten Umsätze für den Sommer unter dem Vorjahresniveau. Kunden buchen vorsichtiger und später. Kein Wunder, dass der Markt auf jede neue Nachfrageindikation empfindlich reagiert.

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Iran-Konflikt belastet Prognose

Operativ hat TUI im Winterhalbjahr Fortschritte gemacht. Das bereinigte EBIT verbesserte sich um 45 Millionen Euro auf minus 111 Millionen Euro. Der Nettoverlust sank auf 236,6 Millionen Euro.

Trotzdem musste der Konzern seinen Ausblick anpassen. Statt eines Wachstums beim bereinigten EBIT erwartet TUI nun eine Spanne von 1,1 Milliarden bis 1,4 Milliarden Euro. Die Umsatzprognose hat der Konzern ausgesetzt.

Auslöser waren Kosten durch den Iran-Konflikt. Rückholaktionen und operative Störungen belasteten TUI im März mit rund 40 Millionen Euro. Dazu kam eine spürbare Zurückhaltung bei Buchungen in Richtung Türkei, Zypern und Ägypten.

Beim Kerosin hat TUI einen großen Teil des Sommerbedarfs abgesichert. Für die Hauptsaison zählt nun, wie stark Last-Minute-Buchungen die Lücke schließen. TUI Smiles kann die Kundenbindung verbessern, löst aber nicht das akute Problem geopolitisch getriebener Nachfrageverschiebungen.

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