Ein Kursverlust von über 27 Prozent seit Jahresbeginn spricht eine klare Sprache. An der Börse wird TUI derzeit abgestraft. Die britische Investmentbank Barclays sieht in dem tiefen Kursniveau von aktuell 6,50 Euro nun eine Einstiegschance. Die Experten bestätigen ihr „Overweight“-Rating und rufen ein Kursziel von 9,00 Euro aus.
Andere Analysten stützen diese Einschätzung. Die Bank of America rät ebenfalls zum Kauf. Lediglich Jefferies positioniert sich mit einer Halteempfehlung etwas defensiver. Die Zuversicht der Optimisten fußt auf der jüngsten Geschäftsentwicklung.
Teure Krisen, stabiles Kerngeschäft
Im abgelaufenen zweiten Quartal verbesserte der Reisekonzern sein bereinigtes operatives Ergebnis. Der Verlust schrumpfte auf 188,3 Millionen Euro. Dieser Fortschritt gelang dem Management trotz erheblicher externer Belastungen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei TUI?
Allein der Konflikt im Iran verursachte Einmalkosten von rund 40 Millionen Euro. Flugstornierungen und Evakuierungsmaßnahmen fraßen einen Teil der Margen auf. Der Quartalsumsatz von rund 3,7 Milliarden Euro untermauert indes die grundsätzliche Reiselust der Kunden. Ohne die geopolitischen Sondereffekte wäre die operative Erholung deutlich kräftiger ausgefallen.
Kreuzfahrten als Anker
Eine zentrale Rolle für die Stabilität spielt das Kreuzfahrtgeschäft. Wegen der angespannten Sicherheitslage im Persischen Golf musste TUI die Fahrpläne zweier Schiffe zeitweise aussetzen. Die „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ haben die Krisenregion mittlerweile verlassen und nehmen Kurs auf das Mittelmeer.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei TUI?
Dort sollen sie im laufenden Quartal den regulären Betrieb wieder aufnehmen. Die Strategie der flexiblen Kapazitätsverlagerung zahlt sich aus. Hohe Durchschnittspreise und eine starke Auslastung fangen die gestiegenen Treibstoffkosten sowie die teuren Umroutungen teilweise auf.
Der Faktor Last-Minute
Für das Gesamtjahr hält der Vorstand an der im April angepassten Prognose fest. Das bereinigte operative Ergebnis soll einen Wert zwischen 1,1 und 1,4 Milliarden Euro erreichen. Eine konkrete Umsatzprognose wagt das Management wegen der anhaltenden Volatilität im Nahen Osten vorerst nicht.
Aktuell verzeichnet das Segment „Markets + Airline“ einen Buchungsrückgang von rund sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Parallel dazu registriert TUI einen starken Trend zu kurzfristigen Reservierungen. Der Erfolg der anlaufenden Hauptsaison stützt sich damit maßgeblich auf diese Last-Minute-Bucher. Sie entscheiden in den kommenden Wochen darüber, ob der Konzern seine operative Zielspanne am Ende erfüllt und den Grundstein für eine Kurserholung legt.
TUI-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TUI-Analyse vom 18. Mai liefert die Antwort:
Die neusten TUI-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TUI-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
TUI: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

