14 Quartale in Folge mit EBIT-Wachstum — und trotzdem steht TUI unter Druck. Die Halbjahreszahlen zeigen ein gespaltenes Bild: Das Kreuzfahrtgeschäft läuft robust, das Kerngeschäft mit Pauschalreisen schwächelt.
Kreuzfahrt hält die Stellung
TUI Cruises und Marella Cruises erwiesen sich als belastbarste Säule des Konzerns. Selbst als Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5 zwischen April und Mitte Mai in Häfen des Persischen Golfs festsaßen, federte das Segment den Rückschlag ab. Höhere Passagierausgaben und steigende Tagessätze kompensierten die kriegsbedingten Ausfälle.
Die Auslastung lag im ersten Halbjahr bei 93 Prozent — bereinigt um die Nahostturbulenzen wären es 98 Prozent gewesen. Der durchschnittliche Tagessatz kletterte im zweiten Quartal auf 223 Euro, Marella Cruises erzielte 205 Pfund. Beide Schiffe haben den Golf inzwischen verlassen und fahren im Sommer Mittelmeer-Routen.
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Kapazitätsseitig wächst TUI weiter. Die verfügbaren Passagierkreuzfahrttage stiegen im ersten Halbjahr um zehn Prozent auf 2,9 Millionen. Mit der geplanten Indienststellung von Mein Schiff Flow Mitte Juni erwartet der Konzern für das zweite Halbjahr ein weiteres Kapazitätswachstum von sechs Prozent.
Sommerbuchungen als Belastungsfaktor
Im Pauschalreisegeschäft sieht es anders aus. Die Sommerbuchungen liegen sieben Prozent unter dem Vorjahresniveau — getrieben vor allem durch Rückgänge in der Türkei, Zypern und Ägypten. Das belastet das Working Capital, weil weniger Kundenvorauszahlungen fließen.
CEO Sebastian Ebel betont, dass die Verschiebung eher Volumina als Margen treffe. Das westliche Mittelmeer laufe stabil. Als Reaktion hat TUI die Risikokapazität um vier bis fünf Prozent zurückgefahren — besonders mit Blick auf die vorsichtige Nachfrage aus Großbritannien.
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Beim Ergebnis je Aktie verfehlte TUI mit minus 0,64 Euro die Analystenerwartung von minus 0,54 Euro. Der Umsatz von 3,70 Milliarden Euro lag knapp unter den Schätzungen.
Kurs weit unter Jahresstart
Die Aktie notiert bei 6,40 Euro und damit rund 28 Prozent unter dem Jahresanfangsniveau. Vom 52-Wochen-Hoch bei 9,41 Euro trennen den Kurs fast 32 Prozent. Der RSI von 38 zeigt, dass der Titel technisch in schwachem Terrain liegt, ohne bereits überverkauft zu sein.
CFO Mathias Kiep verwies auf die Bandbreite der Jahresprognose: Bei einer Erholung — insbesondere in der Türkei — gibt es Aufwärtspotenzial. Hält der Buchungsdruck an, bleibt das Risiko. Die Geopolitik im Nahen Osten bleibt dabei der entscheidende externe Faktor, der sowohl Kreuzfahrtrouten als auch Kerosinkosten direkt beeinflusst. Für den Sommer 2026 hat TUI 83 Prozent des Kerosinbedarfs abgesichert — eine wichtige Pufferposition, falls die Lage eskaliert.
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