U.S. Bancorp Aktie: Milliarden-Deal soll Lücke schließen

Die US-Bank übernimmt die Investmentbank BTIG, um ihr Kapitalmarktgeschäft auszubauen und strategisch wettbewerbsfähiger zu werden.

U.S. Bancorp Aktie
Kurz & knapp:
  • Strategische Übernahme für bis zu 1 Milliarde Dollar
  • Stärkung im Aktienhandel und M&A-Geschäft
  • Führungsteam von BTIG bleibt erhalten
  • Börse reagiert zunächst verhalten auf den Deal

Die fünftgrößte US-Bank greift tief in die Tasche. Am Montag gab U.S. Bancorp bekannt, die Investmentbank BTIG für bis zu 1 Milliarde Dollar zu übernehmen. 725 Millionen Dollar fließen sofort – zur Hälfte in bar, zur Hälfte in Aktien. Weitere 275 Millionen Dollar könnten über drei Jahre folgen, wenn bestimmte Ziele erreicht werden.

Der Deal soll eine strategische Schwachstelle beheben. Während Konkurrenten wie JPMorgan oder Bank of America längst breit im Kapitalmarktgeschäft aufgestellt sind, hinkte U.S. Bancorp hier deutlich hinterher. BTIG bringt genau das mit, was fehlt: Expertise im Aktienhandel, bei Börsengängen und in der M&A-Beratung. Seit 2014 arbeiten beide Firmen bereits zusammen – BTIG vermittelte Geschäfte, die U.S. Bancorp selbst nicht stemmen konnte.

Rundumschlag im Investmentbanking

Was kauft die Bank da genau? BTIG beschäftigt über 700 Mitarbeiter an 20 Standorten weltweit und zählt bei institutionellen Aktiengeschäften zu den Top-10-Brokern in den USA. Seit 2015 hat die Firma mehr als 1.275 Transaktionen begleitet. Besonders stark ist BTIG im elektronischen Aktienhandel und bei der Beratung zu Übernahmen.

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Für U.S. Bancorp bedeutet das einen Umsatzschub von rund 750 Millionen Dollar pro Jahr – hauptsächlich aus Gebühren. Zum Vergleich: Das eigene Kapitalmarktgeschäft generierte zuletzt etwa 1,4 Milliarden Dollar Umsatz in zwölf Monaten. Die Übernahme würde diesen Bereich also um mehr als die Hälfte vergrößern.

Führungsteam bleibt an Bord

BTIG-Chef Anton LeRoy und das gesamte Management wechseln zu U.S. Bancorp und führen das Geschäft weiter. LeRoy wird direkt an Stephen Philipson berichten, den Leiter der Corporate- und Institutionenkunden-Sparte. Auch Mitgründer Steven Starker bleibt und kümmert sich weiterhin um Großkunden.

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Die Bank rechnet damit, dass der Deal im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen wird – vorbehaltlich der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden. Auf den Gewinn pro Aktie 2026 soll die Übernahme kaum Auswirkungen haben. Die Kernkapitalquote würde um etwa 12 Basispunkte sinken.

Börse reagiert verhalten

Am Dienstag im vorbörslichen Handel gab die U.S. Bancorp-Aktie um 1,29 Prozent auf 53,69 Dollar nach. Analysten von Piper Sandler bewerten den Schritt grundsätzlich positiv: Die Übernahme runde das Angebot ab und mache U.S. Bancorp wettbewerbsfähiger gegenüber anderen Großbanken. Ob sich die Milliarde auszahlt, hängt allerdings davon ab, wie schnell die Integration gelingt und ob die erhofften Synergien tatsächlich eintreten.

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