Ubisoft: 1.200 Stellen bis März 2028 gestrichen

Nach einem Rekordverlust von 1,3 Milliarden Euro leitet Ubisoft einen harten Umbau ein. Die Aktie steigt trotzdem deutlich.

Ubisoft Entertainment Aktie
Kurz & knapp:
  • Operativer Rekordverlust von 1,3 Milliarden Euro
  • Streichung von sieben Projekten und 1.200 Stellen
  • Fokus auf Kernmarken wie Assassin's Creed
  • Aktie springt um 14,5 Prozent an

Ubisoft zieht die Reißleine. Nach einem operativen Rekordverlust von rund 1,3 Milliarden Euro baut der Spiele-Riese den Konzern radikal um. Anleger reagieren elektrisiert auf die harten Sanierungsschritte.

Rekordverlust erzwingt Sanierung

Die Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr fällt düster aus. Die Netto-Buchungen sanken um 17,4 Prozent auf 1,525 Milliarden Euro. Unter dem Strich steht ein Nettoverlust von fast 1,5 Milliarden Euro.

Das Management reagiert mit einem massiven Sparprogramm. Sieben Projekte wurden bereits gestrichen, sechs weitere verschoben. Parallel dazu baut das Unternehmen rund 1.200 Stellen ab.

Die Fixkosten sanken im letzten Jahr bereits um 118 Millionen Euro. Bis März 2028 will der Vorstand die Kostenbasis weiter deutlich senken. Das Ziel: ein schlankeres Unternehmen.

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Fokus auf Kernmarken

Künftig konzentriert sich Ubisoft auf seine zugkräftigsten Marken. Dazu gehören Assassin’s Creed, Far Cry und Ghost Recon. Finanzielle Rückendeckung kommt dabei aus China.

Tencent stützte den Konzern zuletzt mit einer Kapitalspritze von 1,16 Milliarden Euro. Derweil arbeitet Finanzchef Frédéric Duguet an einer Refinanzierung. Diese soll die Liquidität während des Umbaus sicherstellen.

Trotz der Krise springt die Aktie heute um 14,5 Prozent auf 5,34 Euro an. Investoren honorieren offenbar die harten Einschnitte. Allerdings notiert das Papier auf Sicht von zwölf Monaten noch immer rund 45 Prozent im Minus.

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Operativ ruhen die Hoffnungen auf bewährten Titeln. Rainbow Six Siege verzeichnete im März über 10 Millionen aktive Nutzer. Die Marke Assassin’s Creed kommt sogar auf 30 Millionen Spieler.

Ein wichtiger Meilenstein folgt im Juli 2026. Dann erscheint mit Assassin’s Creed Black Flag Resynced eine technisch runderneuerte Fassung des Klassikers. Der Titel nutzt die moderne Anvil-Engine für erweiterte Inhalte.

Der Ausblick bleibt vorerst verhalten. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Ubisoft mit einem leichten Rückgang der Buchungen. Ein positiver freier Cashflow ist erst für das Geschäftsjahr 2027/28 geplant.

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