Ubisoft Aktie: 15 Prozent Sprung auf 5,17 Euro

Ubisoft verzeichnet 1,5 Milliarden Euro Verlust, streicht Projekte und Personal. Die Aktie steigt dennoch deutlich.

Ubisoft Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatz bricht um 17 Prozent ein
  • Sieben Spieleprojekte gestrichen
  • 1.200 Mitarbeiter entlassen
  • Aktie steigt trotz Verlusten

Fast 1,5 Milliarden Euro Verlust und ein harter Sanierungskurs — bei Ubisoft klaffen rote Zahlen und Börsenstimmung aktuell weit auseinander. Der französische Videospiel-Publisher durchläuft die wohl schwerste Phase seiner jüngeren Geschichte. Dennoch reagierten Investoren am Freitag mit einem massiven Kursfeuerwerk auf die Bilanz.

Kahlschlag im Portfolio

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2025/26 glich einem finanziellen Desaster. Der Umsatz brach um 17 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Euro ein. Operativ verbuchte der Konzern ein Minus von knapp über einer Milliarde Euro. Das Management zieht nun die Notbremse.

Sieben in der Entwicklung befindliche Projekte wurden komplett gestrichen, sechs weitere verschoben. Parallel dazu baut das Unternehmen massiv Personal ab. Weltweit mussten 1.200 Mitarbeiter gehen, um die Strukturen an die neue Realität anzupassen.

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Die Einschnitte zeigen erste finanzielle Wirkungen. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Fixkosten bereits um 118 Millionen Euro. Bis März 2028 will der Vorstand die Ausgabenbasis um insgesamt eine halbe Milliarde Euro drücken.

Das Tal der Tränen

Für das laufende Geschäftsjahr 2026/27 bereitet die Führung die Aktionäre auf einen Tiefpunkt vor. Die Netto-Buchungen dürften im hohen einstelligen Prozentbereich schrumpfen. Der freie Cashflow wird voraussichtlich mit bis zu 500 Millionen Euro negativ ausfallen. Erst im Folgejahr 2027/28 plant Ubisoft die Rückkehr in die Gewinnzone.

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Ein Lichtblick lieferte zuletzt das vierte Quartal. Mit Netto-Buchungen von 415 Millionen Euro übertraf Ubisoft die eigenen Prognosen spürbar. Dieser Erfolg basierte vor allem auf einer unerwartet starken Nachfrage nach älteren Titeln aus dem Bestandskatalog.

Hoffnungsschimmer und Kurskapriolen

An der Börse sorgte die Gemengelage für extreme Ausschläge. Nach einem anfänglichen Kurssturz katapultierte sich die Aktie am Freitag um knapp 15 Prozent nach oben und schloss bei 5,17 Euro. Damit eroberte der Titel die 50-Tage-Linie zurück.

Der langfristige Trend bleibt indes tiefrot. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Minus von rund 47 Prozent auf der Kurstafel. Die fundamentale Trendwende hängt nun maßgeblich an der Content-Pipeline: Im Juli steht der Release von „Assassin’s Creed Black Flag Resynced“ an. Dieser Titel liefert den ersten echten Härtetest für die neue Qualitätsstrategie des Publishers.

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