Valneva zieht die Reißleine. Nach einem schwachen Jahresauftakt streicht der Impfstoffhersteller massiv Stellen und senkt die Umsatzziele für das laufende Jahr. Die Aktie notiert heute dennoch fast fünf Prozent im Plus.
Das erste Quartal 2026 verlief für das Unternehmen enttäuschend. Die Produkterlöse sanken auf 30,5 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor lagen sie noch bei 48,6 Millionen Euro.
Der Nettoverlust weitete sich parallel dazu deutlich aus. Er stieg von 9,2 Millionen auf 32,1 Millionen Euro. Das Management reagiert nun mit einem harten Sanierungsprogramm.
Valneva will die operativen Ausgaben um bis zu 35 Prozent senken. Dafür baut der Konzern zehn bis 15 Prozent der Belegschaft ab. Ein radikaler Schnitt. Die Maßnahme soll die Kostenstruktur an die gesunkenen Erwartungen anpassen.
Indes korrigiert die Führung die Ziele nach unten. Der erwartete Produktumsatz sinkt auf 135 bis 150 Millionen Euro. Zuvor lag das Ziel bei bis zu 160 Millionen Euro.
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Hoffnungsträger in der Pipeline
Trotz der finanziellen Lasten meldet Valneva operative Fortschritte. Partner Pfizer bereitet aktuell den Zulassungsantrag für den Borreliose-Impfstoff VLA15 vor. Die Wirksamkeit liegt laut Studiendaten bei über 70 Prozent.
In Brasilien läuft derweil die Einführung des Chikungunya-Vakzins IXCHIQ. Dort erhielten bereits mehr als 30.000 Menschen eine Impfung. Die brasilianische Behörde ANVISA genehmigte obendrein die lokale Produktion vor Ort.
Die Aktie verlor seit Jahresbeginn rund 32 Prozent an Wert. Mit einem Barbestand von 105,3 Millionen Euro bleibt die Finanzierung vorerst gesichert. Mitte 2026 folgen mit den Phase-2-Daten zum Shigella-Programm die nächsten klinischen Ergebnisse.
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