Der VanEck Global Real Estate ETF legt zu. Mit einem Kurs von 41,33 Euro markierte der Fonds am Freitag ein neues 52-Wochen-Hoch bei 42,19 Euro. Über die Woche gerechnet: ein Plus von 3,03 Prozent. Der Freitag selbst endete minimal im Minus – 0,13 Prozent. Das trübt die positive Bilanz kaum.

Der ETF bildet den GPR Global 100 Index ab. Dieser enthält 100 führende Immobilienunternehmen aus entwickelten Märkten. Das Fondsvolumen liegt bei 403 Millionen Euro.

Branche zwischen Inflationsdruck und Kapitalzufluss

Die globale Immobilienbranche bewegt sich seit Monaten in einem schwierigen Umfeld. Hohe Inflation und gestiegene Zinssätze belasten die Nachfrage. Fitch Ratings erwartet für 2026 schwächere Bedingungen in den meisten großen Märkten. Höhere Hypothekenzinsen verringern die Erschwinglichkeit, bremsen die Kauflaune.

Gleichzeitig gibt es deutliche Stabilisierungssignale. Die Inflation flacht ab, die Zinserwartungen festigen sich. Das lockt Investoren zurück. Eine UBS-Analyse zeigt: Im zweiten Halbjahr 2025 zeigte der Sektor bereits Widerstandskraft. Geopolitische Risiken, vor allem im Nahen Osten, bleiben ein Faktor – sie treiben Ölpreise und dämpfen Erholungschancen.

Dennoch planen globale Anleger laut Marktberichten offensive Strategien für 2026. Die Fundamentaldaten verbessern sich, Kapital wird wieder verfügbar. Die Investitionsvolumina dürften in allen Segmenten steigen. Auffällig: Eine Rotation aus Tech-Aktien in traditionelle Anlageklassen ist im Gange. Immobilien profitieren davon.

Performance in Zahlen

Der ETF notiert 2,05 Prozent unter seinem neuen Rekordhoch. Vom Tief bei 37,05 Euro im März trennen ihn 11,52 Prozent. Der 50-Tage-Durchschnitt von 40,27 Euro bleibt klar übertroffen. Der RSI von 60,1 signalisiert: Luft nach oben ist vorhanden.

Der nächste wichtige Termin ist die halbjährliche Index-Neugewichtung im September. Sie kann zu Verschiebungen in den ETF-Beständen führen. Bis dahin bleibt der Markt in Bewegung – mit steigendem Interesse, aber ohne Euphorie.