Verbio Aktie: THG-Quote steigt bis 2027 auf 17,5 Prozent

Deutschland plant deutliche Anhebung der THG-Quote bis 2027. Verbio profitiert von neuer Planungssicherheit und starkem Jahresstart.

Verbio Aktie
Kurz & knapp:
  • THG-Quote soll auf 17,5 Prozent steigen
  • Wegfall der Doppelanrechnung entlastet Markt
  • US-Expansion in Nevada läuft an
  • EBITDA am oberen Ende der Prognose

Fast 79 Prozent Kursplus seit Jahresbeginn — bei Verbio scheinen die regulatorischen Weichen endlich Früchte zu tragen. Während die Aktie zuletzt eine Verschnaufpause einlegte, rückt die politische Komponente nun massiv in den Vordergrund. Die nationale Umsetzung der europäischen Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED III) verspricht dem Biokraftstoff-Spezialisten eine neue langfristige Planungssicherheit.

Strengere Quoten stützen die Margen

Im Kern der Entwicklung steht die deutliche Anhebung der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote). Deutschland plant, diesen Wert von derzeit 12 Prozent bis zum Jahr 2027 auf 17,5 Prozent zu steigern. Bis 2040 sieht der Entwurf sogar eine Quote von 65 Prozent vor.

Parallel dazu entfällt die bisherige Doppelanrechnung für bestimmte fortschrittliche Biokraftstoffe. In der Vergangenheit hatte dieses Instrument das physische Angebot künstlich aufgebläht und die Preise für reale Quoten unter Druck gesetzt. Die Neuregelung dürfte nun zu einer strukturellen Verknappung führen, was die Margen für Produzenten wie Verbio nachhaltig stabilisieren könnte.

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Fokus auf USA und Jahresabschluss

Operativ treibt das Unternehmen seinen Hochlauf in Nordamerika voran. Die Anlage im Bundesstaat Nevada trägt bereits zur Biomethanproduktion bei, auch wenn ungünstige Marktbedingungen zu Beginn des Jahres 2026 zeitweise für Gegenwind sorgten. Die Expansion soll Verbio unabhängiger von europäischen regulatorischen Schwankungen machen.

Für das laufende Geschäftsjahr hält der Vorstand Kurs. Das operative Ergebnis (EBITDA) wird am oberen Ende der Spanne zwischen 100 und 140 Millionen Euro erwartet. Da ein Großteil der Quoten für 2025 bereits platziert wurde, rechnet das Management für das laufende vierte Quartal jedoch eher mit einem Volumeneffekt, der saisonal bedingt unter dem starken Vorquartal liegen könnte.

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Technische Marken im Blick

An der Börse pendelte sich der Kurs zuletzt bei 39,76 Euro ein. Damit notiert das Papier etwa 14 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 46,14 Euro, das Ende März erreicht wurde. Der Relative-Stärke-Index (RSI) ist derweil auf einen Wert von 30,5 gesunken, was auf eine technisch überverkaufte Situation hindeutet.

Im Juni entscheidet sich oft die kurzfristige Richtung, wenn Mineralölkonzerne ihre Quotenverpflichtungen für das Kalenderjahr erfüllen müssen. Hält die Unterstützung im Bereich von 34 Euro, bleibt der mittelfristige Aufwärtstrend intakt. Ab 2027 könnten überdies strengere Kontrollen für Importe aus Asien die Wettbewerbsposition europäischer Qualitätshersteller zusätzlich festigen.

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