Rekordhoher Auftragsbestand, neue Technologien für KI-Rechenzentren – und doch fällt die Aktie. Vertiv, Spezialist für Strom- und Kühllösungen in Datencentern, beendet heute sein zweitägiges Investorentreffen in Greenville, South Carolina. Die Präsentation neuer Plattformen untermauert die Position des Unternehmens als Profiteur des KI-Infrastruktur-Booms. Der Markt reagierte dennoch verhalten.
Liquid Cooling als Schlüsseltechnologie
Im Fokus standen die neuen Systeme SmartRun und OneCore sowie 800-Volt-Lösungen. Sie sind für die wachsende Leistungsdichte moderner KI-Anwendungen ausgelegt – Racks, die weit über die üblichen 10 bis 20 Kilowatt traditioneller Rechenzentren hinausgehen. Analysten von RBC Capital sehen den Wechsel von Luft- zu Flüssigkühlung als zwingend für Betreiber der nächsten Chippeneration. Vertiv hat sich mit gezielten Zukäufen im Thermomanagement als Vorreiter positioniert.
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Obwohl der langfristige Ausblick positiv ist, verlor die Aktie am Wochenanfang rund neun Prozent. Beobachter sprechen von einem „Sell the News“-Effekt nach der jüngsten Quartalsmitteilung. Vertiv hob die Jahresprognose 2026 auf 6,30 bis 6,40 Dollar je Aktie an – blieb mit der konkreten Vorgabe für das zweite Quartal jedoch knapp hinter den Erwartungen zurück. Der Kurs notiert aktuell bei 276,35 Euro, das sind gut zwölf Prozent unter dem Vorwochenniveau. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von über 84 Prozent.
Rekordaufträge, aber geteilte Analystenmeinungen
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Das finanzielle Fundament bleibt solide: Der Auftragsbestand erreichte zuletzt rund 15 Milliarden Dollar – ein Plus von 109 Prozent im Jahresvergleich. Das Book-to-Bill-Verhältnis von 2,9 bedeutet, dass auf jeden Dollar Umsatz fast drei Dollar Neubestellungen kommen. Vertiv investiert drei bis vier Prozent des Umsatzes in den Ausbau der Fertigungskapazitäten.
Die Wall Street ist uneins über das weitere Potenzial. BofA erhöhte das Kursziel auf 440 Dollar, Loop Capital eröffnete die Coverage sogar mit 500 Dollar und verweist auf einen KI-Infrastruktur-Superzyklus, der die KI-Umsätze bis 2028 versiebenfachen könnte. Andere Stimmen warnen vor einer „priced for perfection“-Bewertung und dem Risiko eines Nachfragerückgangs bei den Hyperscalern. Die Kursziele der Institute streuen von 260 bis 435 Dollar – Ausdruck unterschiedlicher Einschätzungen, ob Vertiv den massiven Auftragsbestand bei operativen Margen von zuletzt 20,8 Prozent fehlerfrei abarbeiten kann.
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