Vertiv baut seine Position im KI-Infrastrukturgeschäft weiter aus. Der Anbieter von Strom- und Kühllösungen für Rechenzentren hat ein neues Hochleistungs-Rack-System vorgestellt. Die Plattform soll den wachsenden Anforderungen von KI- und High-Performance-Computing-Workloads gerecht werden.
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Rechenzentren weltweit stoßen an ihre Grenzen. Aktuell liegen die Rack-Dichten bei rund 50 Kilowatt pro Schrank. In den kommenden Jahren dürften diese Werte massiv steigen. Herkömmliche Luftkühlung reicht dann nicht mehr aus. Vertiv setzt daher auf eine Kombination aus Flüssig- und Luftkühlung.
Der Markt wächst rasant. Das globale Volumen für Rechenzentrums-Infrastruktur wird bis 2034 von knapp 4,3 Milliarden Dollar auf über 16,6 Milliarden Dollar steigen. Das entspricht einem jährlichen Plus von 18,5 Prozent. Breitere Marktprognosen sehen das gesamte Equipment-Segment bis 2030 sogar jenseits der Billionen-Schwelle — getrieben von generativer KI und Milliardeninvestitionen der Hyperscaler.
Starke Kursentwicklung
Die Aktie profitiert von dieser Dynamik. Der Schlusskurs am Freitag lag bei 293,95 Euro. Das Papier notiert damit rund zehn Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt und gut 61 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus auf 96 Prozent. Auf Jahressicht steht ein Gewinn von fast 189 Prozent.
Das Allzeithoch aus Mai bei 324,20 Euro ist rund neun Prozent entfernt. Der RSI von 59,5 deutet auf eine neutrale Verfassung hin — weder überkauft noch überverkauft. Allerdings ist die Volatilität mit annualisiert 58,6 Prozent hoch.
Die Analysten bleiben optimistisch. Der Konsens lautet „Strong Buy“. Kein Wunder: Vertiv ist einer der großen Profiteure des KI-Boomzyklus. Die Frage ist nicht, ob die Nachfrage kommt, sondern ob das Unternehmen liefern kann.
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