Vertiv holt sich für die Produktion Verstärkung aus der Automobilindustrie. Michael Resha ist ab heute Executive Vice President of Manufacturing, Logistics and Operational Excellence. Er wechselt von Stellantis und soll die Fertigung des Rechenzentrumsausrüsters auf weiteres Wachstum trimmen.

Wechsel an der Spitze der Fertigung

Resha folgt auf Anders Karlborg. Der bisherige Verantwortliche bleibt dem Konzern erhalten und übernimmt die neue Rolle des Special Operations Projects Leader. Er soll den Übergang begleiten und berichtet weiterhin an CEO Giordano Albertazzi. Beide arbeiten seit acht Jahren zusammen.

Auch Resha berichtet an Albertazzi und sitzt künftig im Führungsteam. Seine Aufgaben sind klar umrissen: Er soll die globale Fertigung hochfahren, Kapazitäten erweitern, den Kapitaleinsatz optimieren und die operative Umsetzung an der Wachstumsstrategie ausrichten. Außerdem soll er das hauseigene Vertiv Operating System weiter im Unternehmen verankern.

Erfahrung aus der Autoindustrie

Bei Stellantis leitete Resha zuletzt als Senior Vice President die globale Sparte Injection and Stamping, also Spritzguss und Stanzteile, über mehrere Weltregionen hinweg. Zuvor verantwortete er die nordamerikanischen Produktionsstandorte in den USA, Kanada und Mexiko. Weitere Stationen führten ihn unter anderem zu Fiat Chrysler, Volkswagen, Kia und Mercedes-Benz.

Das Profil passt zu dem, was Vertiv gerade braucht. Der Konzern liefert Strom- und Kühllösungen für Rechenzentren, und die Nachfrage durch KI und hochverdichtete Rechenleistung zieht an. Albertazzi spricht von „beispielloser Nachfrage“, die in verlässliche Lieferungen übersetzt werden müsse. Große, international verzweigte Produktionsnetzwerke zu steuern, ist dafür die Kernkompetenz, die Resha mitbringt.

Karlborg lobte der CEO für seine Rolle in einer Phase schnellen Wachstums. Er habe Ausführung, Qualität und kontinuierliche Verbesserung gestärkt.

Einordnung

Personalien in der Fertigung sind für Investoren kein Kursbewegerthema. Sie zeigen aber, wo Vertiv den Engpass sieht: nicht bei der Nachfrage, sondern bei der Fähigkeit, sie zügig in ausgelieferte Systeme umzusetzen. Reshas erste Bewährungsprobe dürfte der weitere Kapazitätsausbau sein, den er ab sofort verantwortet.