Vertiv hat am 26. Oktober die Übernahme von King Environmental Services Ltd. abgeschlossen. Nach Unternehmensangaben erweitert der Zukauf die weltweiten Servicekapazitäten für das Wärmemanagement in der Region EMEA. Die Aktie steigt heute um 7,9% auf 169,98 €.

Ausbau bei Dienstleistungen und Infrastruktur

Ebenfalls am 26. Oktober stellte Vertiv die vorgefertigte Plattform SmartIT vor. Sie soll den Aufbau von KI-Infrastruktur mit hoher Leistungsdichte in Rechenzentrumsumgebungen vereinfachen. Damit adressiert das Unternehmen nach eigenen Angaben die Bereitstellung solcher Infrastruktur in unterschiedlichen Rechenzentrumsumgebungen.

Am Mittwoch kündigten Vertiv und Infineon eine strategische Vereinbarung mit einer Laufzeit von drei Jahren an. Sie soll die langfristige Versorgung mit Leistungshalbleitern aus Silizium und Siliziumkarbid für Vertivs weltweites Stromversorgungsportfolio unterstützen. Die Vereinbarung umfasst auch die nächste Generation der 800-VDC-Systeme des Unternehmens.

Starkes Geschäft und politische Risiken

Operativ hatte Vertiv vor gut einer Woche eine angehobene Jahresprognose vorgelegt. Im dritten Quartal 2026 erreichte der Umsatz nach Unternehmensangaben 4.313 Millionen $. Das entsprach einem Wachstum von 61%; die organischen Auftragseingänge legten um mehr als 100% zu.

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Vertiv einen Umsatz von 14.650 Millionen $ in der Mitte seiner Prognosespanne. Beim bereinigten verwässerten Gewinn je Aktie liegt der entsprechende Mittelwert bei 7,15 $. Beide Größen gehören zu den angehobenen Jahreszielen.

Nach den US-Zwischenwahlen gerieten Aktien rund um den Bau von KI-Rechenzentren unter Verkaufsdruck. Die Nachrichtenagentur AP berichtete, dass auch Vertiv unter Sorgen über strengere Genehmigungen und Regulierung nach Wahlerfolgen der Demokraten litt. Anleger befürchteten dadurch einen langsameren Ausbau der KI-Infrastruktur.