Am 3. Juni legt Voestalpine den Jahresbericht vor. Für Aktionäre geht es dabei um mehr als nur die Bilanz. Der österreichische Stahlkonzern wendet erstmals seine reformierte Ausschüttungspolitik an.
Die Aktie spiegelt den operativen Rückenwind der vergangenen Monate wider. Auf Jahressicht legte das Papier um über 90 Prozent zu und notiert aktuell bei gut 46 Euro.
Die Basis dafür liefern solide Zahlen. In den ersten drei Quartalen stieg das operative Ergebnis (EBITDA) auf eine Milliarde Euro. Der freie Cashflow drehte mit 345 Millionen Euro deutlich ins Plus. Für das Gesamtjahr peilt das Management bis zu 1,55 Milliarden Euro beim EBITDA an.
Neue Formel für Aktionäre
Das neue Regelwerk knüpft Ausschüttungen an die Verschuldung. Künftig plant Voestalpine 30 Prozent des Gewinns je Aktie auszuschütten. Eine Mindestdividende von 0,40 Euro ist garantiert.
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Zusätzliche Zahlungen fließen nur unter einer strengen Bedingung. Das Verhältnis von Nettofinanzschulden zu EBITDA muss unter einem Wert von 2,0 bleiben. Die Chancen dafür stehen gut. Die Nettoverschuldung sank zuletzt deutlich. Wie viel Geld der Konzern am Ende vorschlägt, hängt jedoch stark von den US-Zöllen auf Stahlimporte ab. Diese belasten das Jahresergebnis.
Schutz vor Billigimporten
Im europäischen Heimatmarkt profitiert der Konzern von strengeren Regeln. Seit Januar verteuern verpflichtende EU-Zertifikate Importe aus China und der Türkei spürbar.
Parallel dazu sinken ab Juli die zollfreien Einfuhrmengen drastisch. Auf Mengen oberhalb dieser Quote greift ein Strafzoll von 50 Prozent. Das schützt die Margen vor Billigkonkurrenz.
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Milliardenumbau läuft
Im Hintergrund treibt Voestalpine den Konzernumbau voran. Das Unternehmen investiert rund 1,5 Milliarden Euro in sein Dekarbonisierungsprogramm. In Linz und Donawitz entstehen neue Elektrolichtbogenöfen. Damit will der Stahlkocher seine Emissionen um bis zu 30 Prozent senken.
Die Folge: ein massiver Bedarf an grüner Energie. Der Konzern benötigt für den Betrieb verlässliche Wasserstoffnetze und ausreichend Ökostrom. Fehlt diese Infrastruktur, drohen Wettbewerbsnachteile.
Am 3. Juni muss das Management die genauen Effekte der US-Zölle beziffern. Dann entscheidet sich, ob das neue Dividendenmodell direkt mit einer Zahlung über dem garantierten Minimum startet. Die finale Abstimmung darüber findet auf der Hauptversammlung am 1. Juli statt.
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