Voestalpine Aktie: 3. Juni entscheidet über Mindestdividende

Voestalpine profitiert von EU-Importbeschränkungen und treibt den Konzernumbau voran. Am 3. Juni fällt die Entscheidung über die künftige Dividende.

Voestalpine Aktie
Kurz & knapp:
  • EU-Mechanismus verteuert Stahlimporte
  • Neue Zollregeln ab Juli geplant
  • Elektroofenbau in Linz gestartet
  • Dividendenentscheidung am 3. Juni

Voestalpine blickt auf eine rasante Rally zurück. Auf Jahressicht verzeichnet die Aktie ein Plus von gut 85 Prozent. Am Freitag schloss das Papier bei 44,68 Euro. Nun stehen für den österreichischen Stahlkonzern entscheidende Wochen an.

EU-Regulierung bremst Konkurrenz

Ein zentraler Kurstreiber ist die europäische Handelspolitik. Der seit Januar geltende EU-Kohlenstoffgrenzmechanismus verteuert Stahlimporte aus China und der Türkei. Analysten rechnen mit Aufschlägen von 40 bis 70 Euro je Tonne.

Ab Juli plant die EU-Kommission eine weitere Verschärfung. Ein neues System soll zollfreie Importe auf jährlich 18,3 Millionen Tonnen begrenzen. Das entspricht einer Halbierung gegenüber dem Jahr 2024. Mengen oberhalb dieser Quote belegt die EU mit einem Zoll von 50 Prozent. Parlament und Rat müssen noch formal zustimmen.

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Umbau in Linz schreitet voran

Parallel dazu treibt Voestalpine den Konzernumbau voran. Der Rohbau der neuen Elektrolichtbogenofen-Halle in Linz ist seit April fertig. Damit beginnt die Montagephase für das milliardenschwere Programm, um künftig CO2 einzusparen.

Ab Februar 2027 soll der erste Ofen in Linz den Betrieb aufnehmen. Eine zweite Anlage in Donawitz folgt später. Gemeinsam sollen sie die Konzern-Emissionen bis 2029 um rund ein Drittel senken.

Spannung vor dem Jahresbericht

Für Aktionäre rückt nun der 3. Juni in den Fokus. Dann veröffentlicht Voestalpine den Jahresbericht. Dieser Termin entscheidet über die künftige Dividende. Das neue Ausschüttungsmodell knüpft die Zahlung an die Verschuldung.

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Die Regel: Liegt das Verhältnis von Nettofinanzschulden zu EBITDA unter dem Faktor zwei, zahlt der Konzern 30 Prozent des Gewinns aus. Bei höherer Verschuldung greift eine garantierte Mindestdividende von 0,40 Euro.

Die Ausgangslage ist solide. In den ersten drei Quartalen sank die Nettoverschuldung um ein Viertel auf 1,4 Milliarden Euro. Das Management peilt für das Gesamtjahr ein operatives Ergebnis von mindestens 1,4 Milliarden Euro an.

Gegenwind kommt derweil aus den USA. Strafzölle auf Spezialrohre belasten das dortige Geschäft. Die Vorstände müssen am 3. Juni zeigen, ob das europäische Geschäft diese Lücken schließt. Dann steht der konkrete Dividendenvorschlag für die Hauptversammlung im Juli fest.

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