AISPECO wird nach Medienberichten von gestern auch unter dem Dach von Volatus Aerospace in Litauen weiterarbeiten. Mit dem Unternehmen ergänzt Volatus seine Fähigkeiten um luftgestützte Sensorsysteme, Software für das Flugmanagement sowie eine europäische Entwicklungs- und Fertigungsbasis.

Standort bleibt in Litauen

Die abgeschlossene Übernahme bringt damit sowohl Technologie als auch Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten in den Konzern. Ob AISPECO-Sensoren in die taktischen Aufklärungsdrohnen von Volatus für die kanadischen Streitkräfte integriert werden, hat Volatus dem Medienbericht zufolge nicht mitgeteilt.

Zur wirtschaftlichen Größenordnung hatte Volatus bei der Ankündigung der Übernahme am 14. Oktober Angaben gemacht: AISPECO erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von rund C$5,72 Millionen.

Für das Geschäftsjahr 2027 stellte Volatus einen Umsatz von ungefähr C$10 Millionen in Aussicht. Die erwartete bereinigte EBITDA-Marge beträgt 8%–12%, noch vor Synergien. Diese Angaben sind Prognosen und keine bereits erreichten Geschäftszahlen.

Kaufpreis enthält bedingte Zahlungen

Die Vereinbarung zum Erwerb sämtlicher Anteile sah eine Basiskaufpreiszahlung von US$10,5 Millionen vor. Davon entfielen US$3,0 Millionen auf Bargeld und US$7,5 Millionen auf Volatus-Aktien.

In der Abschlussmitteilung bezifferte das Unternehmen die ausgegebenen Stammaktien auf 17.434.193 Stück. Der dabei zugrunde gelegte Wert betrug C$0,5813 je Aktie. Hinzu kamen 1.859.804 mit Verfügungsbeschränkungen versehene Aktienanrechte.

Weitere bis zu US$2,5 Millionen können bei Erreichen vereinbarter Meilensteine hinzukommen. Volatus kann diese bedingte Gegenleistung in bar oder in Aktien begleichen; sie ist damit nicht als bereits geleistete Zahlung zu verstehen.

Die Aktie steigt heute um 0,2%. Das geringe Tagesplus folgt auf Medienberichte über einen Kursrückgang im Zusammenhang mit der Abschlussmeldung, ohne dass diese als alleinige Ursache belegt wurde.