Gerüchte über chinesische Investoren, die deutsche VW-Werke übernehmen könnten — Oliver Blume hat ihnen auf einer Betriebsversammlung in Wolfsburg klar widersprochen. Derzeit laufen keine Gespräche mit chinesischen Herstellern über Beteiligungen an deutschen Standorten.
Osnabrück sucht neue Abnehmer
Das eigentliche Problem bleibt trotzdem bestehen. Volkswagen muss weltweit rund eine Million Fahrzeuge Produktionskapazität abbauen. Besonders kritisch ist Osnabrück: Das Porsche-Modell und das T-Roc Cabrio laufen dort voraussichtlich bis Mitte 2027 aus. Danach fehlt eine Anschlussproduktion.
Blume bestätigte, dass der Konzern mit Unternehmen aus der Verteidigungsindustrie über eine alternative Nutzung des Werks verhandelt. Kein Automobilbau mehr — stattdessen ein industrieller Neustart. Das ist ungewöhnlich für einen Automobilkonzern, aber angesichts wegfallender Modellreihen offenbar die bevorzugte Option gegenüber einer Schließung.
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Schwache Märkte, schwache Marge
Im ersten Quartal 2026 erzielte die Volkswagen Group einen Umsatz von 75,66 Milliarden Euro. Das Ergebnis je Aktie lag bei 2,55 Euro. Zwei Märkte drücken besonders auf die Zahlen.
In den USA brach der Absatz von Elektrofahrzeugen ein, nachdem staatliche Förderungen weggefallen sind. VW reagierte mit einer Produktionsanpassung und setzt stärker auf Verbrenner wie den Atlas. Die Fertigung des ID.4 wurde teilweise ausgesetzt. In China erschwert ein intensiver Preiskampf die Margen.
Betriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo forderte ein Ende der Spekulationen über Werksschließungen. Sie schaden dem Konzern am Kapitalmarkt und zeichnen ein falsches Bild.
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Dividende und Kurslage
Die Vorzugsaktie schloss zuletzt bei 89,30 Euro — rund 17,5 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 108,30 Euro aus dem Dezember 2025. Seit Jahresbeginn liegt das Papier gut 16 Prozent im Minus.
Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt der Vorstand eine Dividende von 5,26 Euro je Vorzugsaktie vor. Das sind rund 1,10 Euro weniger als im Vorjahr. Die Hauptversammlung entscheidet am 18. Juni 2026 darüber; die Auszahlung ist für den 23. Juni geplant.
Die nächste wichtige Weichenstellung kommt im Juli: Dann legt Volkswagen die Zahlen für das zweite Quartal vor. Erst dann wird sichtbar, ob das Effizienzprogramm „Gamechanger“ — mit dem der Konzern die Kosten in der Elektromobilität drücken will — erste Spuren in der operativen Marge hinterlässt.
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