Was für eine Börsenwoche! Der US-Präsident Trump hat am Mittwoch seine neuen Zölle vorgestellt. Deren Höhe übertraf die Befürchtungen der größten Pessimisten bei weitem. Volkswagen ist bereits ein Opfer dieser Zölle.

Es wird dramatisch

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) findet hier die richtigen Worte. Die Maßnahmen „markieren einen fundamentalen handelspolitischen Einschnitt“, so VDA-Präsidentin Hildegard Müller. „Die angekündigten Maßnahmen sind zudem eine massive Belastung und Herausforderung sowohl für die Unternehmen als auch die globalen Lieferketten der Automobilindustrie.“

„Klar ist allerdings schon jetzt, dass diese Entwicklung weltweit negative Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum haben wird. Das wird auch Arbeitsplätze betreffen.“

Laut VDA wurden 2024 fast 450.000 Fahrzeuge aus deutscher Produktion in die USA exportiert. Damit ist das Land der wichtigste Auslandsmarkt. Fast jeder vierte Porsche wurde in den USA verkauft, bei BMW und Mercedes lag der Anteil jeweils bei gut 16 Prozent, bei Audi und der Marke VW bei 8 bis 12 Prozent.

Volkswagen: Das wird teuer werden

Wenn die Zölle in der aktuellen Form bleiben, worauf die jüngsten Äußerungen Trumps schließen lassen, wird das Ganze Volkswagen eine Menge Geld kosten. Die Zölle direkt sind eine massive Belastung. Gegenmaßnahmen wie die weitere Verlegung der Produktion in die USA werden ebenfalls gigantische Summen verschlingen. Ebenfalls wird hier auch die benötigte Zeit unterschätzt, die eine solche Umstrukturierung brauchen wird. Denn „ganz nebenbei“ müssen weltweit etablierte Lieferketten durchdacht und geändert werden. Die Folgen für Volkswagen sind noch nicht einmal im Ansatz abzuschätzen. Das ist kein Umfeld, um gelassen in die Aktie von Volkswagen zu investieren. In den kommenden Tagen wird es also sehr herausfordernd.