Volkswagen sucht Rüstungspartner, um das Werk Osnabrück über 2027 hinaus auszulasten. CEO Oliver Blume bestätigte entsprechende Verhandlungen — und wies gleichzeitig Berichte über Gespräche mit chinesischen Automobilherstellern über eine Werksübernahme zurück. Der Konzern steht unter Druck: von innen durch streikbereite Belegschaften, von außen durch schwächelnde Zahlen.
Rüstung als Ausweg für Osnabrück
Konkret im Gespräch ist eine Kooperation mit dem israelischen Rüstungskonzern Rafael — Volkswagen könnte Komponenten für Luftabwehrfahrzeuge fertigen. Klassische Fahrzeugprojekte allein reichen für eine Vollauslastung des Werks nicht mehr aus. Militärische Logistik oder Fertigungsaufträge sollen die Lücke schließen und den Standort im Konzernverbund halten.
Der Widerstand in der Belegschaft ist spürbar. Bei der VW-Tochter IAV demonstrierten rund 1.000 Mitarbeitende gegen angekündigte Stellenstreichungen. IG Metall und Betriebsrat lehnen Werksschließungen weiterhin ab und fordern verbindliche Standortgarantien — während das Management gleichzeitig den Abbau von bis zu 35.000 Stellen bis 2030 anstrebt.
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Zahlen zeigen den Ernst der Lage
Im ersten Quartal 2026 sank der Konzernumsatz um 2,5 Prozent auf 75,7 Milliarden Euro. Schwerer wiegt der Gewinneinbruch: Das Konzernergebnis nach Steuern fiel um 28,4 Prozent auf rund 1,56 Milliarden Euro. Hohe Transformationskosten und intensiver Wettbewerb in den Kernmärkten hinterlassen klare Spuren.
Die Aktie spiegelt diese Lage wider. Mit 88,42 Euro notiert das Papier rund 18 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 108,30 Euro und hat seit Jahresbeginn knapp 17 Prozent verloren. Der RSI von 89,3 signalisiert dabei eine technisch überkaufte Situation — ein ungewöhnliches Signal in einem ohnehin belasteten Umfeld.
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Dividende und nächste Wegmarken
Ein konkreter Anker für einkommensorientierte Anleger: Die prognostizierte Dividende liegt bei 5,26 Euro je Vorzugsaktie. Der Ex-Tag ist für den 19. Juni 2026 festgelegt, die Auszahlung folgt am 23. Juni 2026.
Im Juli legt Volkswagen die vollständigen Quartalszahlen für Q2 vor. Bis dahin entscheidet sich, ob die Rüstungskooperationen konkrete Form annehmen — und ob das Management den Gewerkschaften damit ein tragfähiges Gegenangebot machen kann. Gelingt das nicht, dürfte der Konflikt um Osnabrück im Herbst neu eskalieren.
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