Volkswagen Aktie: Xpeng sucht Werkspartner

Chinesischer E-Auto-Partner Xpeng verhandelt mit VW über Nutzung europäischer Werke. Gespräche befinden sich in frühem Stadium.

Volkswagen Aktie
Kurz & knapp:
  • Xpeng sucht neue Produktionskapazitäten
  • Gespräche mit VW über Werksnutzung
  • Bestehende Kooperation könnte ausgeweitet werden
  • VW könnte Überkapazitäten abbauen

VW legt am Donnerstag im XETRA-Handel rund 1,9 Prozent auf 88,14 Euro zu — ausgelöst durch eine ungewöhnliche Nachricht aus China: Xpeng, der chinesische Elektroautobauer, an dem Volkswagen seit 2023 beteiligt ist, führt offenbar Gespräche mit den Wolfsburgern über den möglichen Kauf oder die gemeinsame Nutzung eines europäischen Werksstandorts.

Kapazitätsgrenzen als Treiber

Der Hintergrund ist schnell erklärt: Xpeng produziert seine Fahrzeuge für den europäischen Markt derzeit beim Auftragsfertiger Magna Steyr in Österreich. Diese Produktionslinie stößt mittlerweile an ihre Grenzen. Gleichzeitig sucht Xpengs Managing Director für Nordosteuropa, Elvis Cheng, nach Alternativen — und schaut dabei auch in Richtung VW-Werke.

Bemerkenswert dabei: Cheng äußerte sich auf dem „Future of the Car“-Gipfel der Financial Times unverblümt dazu, dass bestehende VW-Produktionsstätten „ein bisschen alt“ seien und möglicherweise nicht alle technischen Anforderungen künftiger Xpeng-Modelle erfüllten. Wolfsburg ließ eine Stellungnahme zunächst offen.

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Zwei Seiten einer Partnerschaft

Für VW ergibt sich daraus ein interessantes Bild. Der Konzern hatte zuletzt selbst kommuniziert, angesichts schwächerer Nachfrage und zunehmendem Wettbewerbsdruck Überkapazitäten in Europa abbauen zu müssen. Eine Werksübernahme oder -nutzung durch den chinesischen Partner könnte theoretisch Kapazitäten sinnvoll auslasten — wenngleich beide Unternehmen betonen, dass die Gespräche noch in einem frühen Stadium sind.

Die Grundlage für diese Überlegungen liegt in der 2023 geschlossenen Vereinbarung, bei der VW für 700 Millionen Dollar einen fünfprozentigen Anteil an Xpeng erwarb. Neben der Kapitalbeteiligung umfasst das Abkommen auch die gemeinsame Entwicklung von Elektrofahrzeugen für den chinesischen Markt. Eine Ausdehnung dieser Kooperation auf europäische Produktionsstrukturen wäre der nächste logische Schritt — ob er tatsächlich kommt, steht auf einem anderen Blatt.

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