Vonovia Aktie: Goldman hebt auf 31,80 Euro

Goldman Sachs hebt Kursziel für Vonovia leicht an, während operative Stärke und Transparenzkritik den Kurs belasten.

Vonovia Aktie
Kurz & knapp:
  • Goldman Sachs erhöht Kursziel auf 31,80 Euro
  • Vermietungsgeschäft treibt EBITDA-Wachstum
  • Investor kritisiert Kommunikationspraxis
  • Verschuldungsgrad sinkt leicht auf 45,1 Prozent

Operativ läuft es bei Vonovia besser, als der Aktienkurs vermuten lässt. Goldman Sachs sieht nach den Quartalszahlen etwas mehr Spielraum nach oben. Der Markt bleibt trotzdem vorsichtig, denn Zinsen, Verkäufe und Transparenzdebatten drücken weiter auf die Stimmung.

Goldman hebt Kursziel leicht an

Goldman Sachs hat das Kursziel für Vonovia von 31,30 auf 31,80 Euro angehoben. Die Einstufung bleibt bei „Buy“.

Das ist kein großer Sprung. Das Signal ist trotzdem klar: Die Bank wertet das Kerngeschäft weiter als robust genug, um den aktuellen Bewertungsabschlag infrage zu stellen.

Am Freitag notiert die Aktie bei 21,80 Euro und verliert 1,93 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf 9,62 Prozent.

Vermietung trägt das Quartal

Die Zahlen zum ersten Quartal liefern Goldman dafür Argumente. Das bereinigte EBITDA stieg auf 711,6 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 1,4 Prozent.

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Der wichtigste Treiber bleibt die Vermietung. In diesem Segment legte das bereinigte EBITDA um 6,3 Prozent auf 629,7 Millionen Euro zu. Die Durchschnittsmiete stieg auf 8,46 Euro je Quadratmeter.

Hinzu kommt ein starkes Dienstleistungsgeschäft. Dort sprang das EBITDA um 30 Prozent auf 50,1 Millionen Euro. Für Vonovia ist das wichtig, weil die Ergebnisbasis damit breiter wird.

Die höheren Finanzierungskosten bleiben aber der Gegenpol. Der Konzern hält sie bislang im Rahmen der eigenen Erwartungen. Das nimmt Druck aus der Bilanzdebatte, löst sie aber nicht.

Der Verschuldungsgrad sank leicht auf 45,1 Prozent. Bis Ende 2028 peilt das Management rund 40 Prozent an. Dafür bleiben Immobilienverkäufe ein zentraler Hebel.

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Kritik vor der Hauptversammlung

Kurz vor der Hauptversammlung kommt ein zweites Thema hinzu. Der britische Investor TR Property Investment Trust kritisiert die Kommunikation im Earnings Call.

Der Vorwurf: Vonovia habe die Zeit für Analystenfragen zu stark begrenzt. Der Konzern weist das zurück und verweist auf einen strafferen Ablauf, der Wiederholungen vermeiden sollte.

Das mag nach Detail klingen. Bei einem Immobilienkonzern mit hoher Verschuldung zählt Transparenz aber besonders. Kein Wunder, dass solche Punkte rund um Bilanz und Kapitalmarktkommunikation sensibel ankommen.

Für 2026 hält Vonovia an den Zielen fest. Das bereinigte EBITDA soll zwischen 2,95 und 3,05 Milliarden Euro liegen. Beim bereinigten Vorsteuerergebnis erwartet der Vorstand 1,9 bis 2,0 Milliarden Euro.

Zur Hauptversammlung am 21. Mai schlagen Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende von 1,25 Euro je Aktie vor. Dort treffen operative Stabilität, Kursdruck und die Kritik an der Kommunikation direkt aufeinander.

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Über Dieter Jaworski 4060 Artikel

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Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

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