Operativ läuft es bei Vonovia besser, als der Aktienkurs vermuten lässt. Goldman Sachs sieht nach den Quartalszahlen etwas mehr Spielraum nach oben. Der Markt bleibt trotzdem vorsichtig, denn Zinsen, Verkäufe und Transparenzdebatten drücken weiter auf die Stimmung.
Goldman hebt Kursziel leicht an
Goldman Sachs hat das Kursziel für Vonovia von 31,30 auf 31,80 Euro angehoben. Die Einstufung bleibt bei „Buy“.
Das ist kein großer Sprung. Das Signal ist trotzdem klar: Die Bank wertet das Kerngeschäft weiter als robust genug, um den aktuellen Bewertungsabschlag infrage zu stellen.
Am Freitag notiert die Aktie bei 21,80 Euro und verliert 1,93 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf 9,62 Prozent.
Vermietung trägt das Quartal
Die Zahlen zum ersten Quartal liefern Goldman dafür Argumente. Das bereinigte EBITDA stieg auf 711,6 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 1,4 Prozent.
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Der wichtigste Treiber bleibt die Vermietung. In diesem Segment legte das bereinigte EBITDA um 6,3 Prozent auf 629,7 Millionen Euro zu. Die Durchschnittsmiete stieg auf 8,46 Euro je Quadratmeter.
Hinzu kommt ein starkes Dienstleistungsgeschäft. Dort sprang das EBITDA um 30 Prozent auf 50,1 Millionen Euro. Für Vonovia ist das wichtig, weil die Ergebnisbasis damit breiter wird.
Die höheren Finanzierungskosten bleiben aber der Gegenpol. Der Konzern hält sie bislang im Rahmen der eigenen Erwartungen. Das nimmt Druck aus der Bilanzdebatte, löst sie aber nicht.
Der Verschuldungsgrad sank leicht auf 45,1 Prozent. Bis Ende 2028 peilt das Management rund 40 Prozent an. Dafür bleiben Immobilienverkäufe ein zentraler Hebel.
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Kritik vor der Hauptversammlung
Kurz vor der Hauptversammlung kommt ein zweites Thema hinzu. Der britische Investor TR Property Investment Trust kritisiert die Kommunikation im Earnings Call.
Der Vorwurf: Vonovia habe die Zeit für Analystenfragen zu stark begrenzt. Der Konzern weist das zurück und verweist auf einen strafferen Ablauf, der Wiederholungen vermeiden sollte.
Das mag nach Detail klingen. Bei einem Immobilienkonzern mit hoher Verschuldung zählt Transparenz aber besonders. Kein Wunder, dass solche Punkte rund um Bilanz und Kapitalmarktkommunikation sensibel ankommen.
Für 2026 hält Vonovia an den Zielen fest. Das bereinigte EBITDA soll zwischen 2,95 und 3,05 Milliarden Euro liegen. Beim bereinigten Vorsteuerergebnis erwartet der Vorstand 1,9 bis 2,0 Milliarden Euro.
Zur Hauptversammlung am 21. Mai schlagen Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende von 1,25 Euro je Aktie vor. Dort treffen operative Stabilität, Kursdruck und die Kritik an der Kommunikation direkt aufeinander.
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