Europas größter Wohnimmobilienkonzern wagt den Sprung ins digitale Zeitalter: Mit Luka Mucic übernimmt erstmals ein Tech-Manager die Führung bei Vonovia. Der ehemalige Vodafone-CFO und SAP-Veteran soll das Traditionsunternehmen mit seiner IT-Expertise transformieren. Doch kann ein Telekom-Profi den angeschlagenen Immobilienriesen wirklich aus der Krise führen?
Rekord-Zahlen läuten Trendwende ein
Die jüngsten Halbjahreszahlen lassen aufhorchen: Das bereinigte EBITDA kletterte um 11 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro, während das Ergebnis vor Steuern ebenfalls um 11 Prozent auf 984,3 Millionen Euro zulegte. Noch bemerkenswerter: Nach Jahren der Abschreibungen stiegen die Immobilienwerte erstmals wieder – um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr.
Diese Entwicklung veranlasste das Management zu einer seltenen Optimismus-Geste: Die Jahresprognose wurde um satte 100 Millionen Euro angehoben. Das bereinigte EBT soll nun zwischen 1,85 und 1,95 Milliarden Euro landen.
Der Technologie-Coup: Mucic übernimmt das Ruder
Bereits im Mai sorgte eine Personalentscheidung für Aufsehen: Luka Mucic, langjähriger Vodafone-CFO mit SAP-Vergangenheit, wird spätestens zum Jahreswechsel neuer CEO. Ein ungewöhnlicher Schritt für einen traditionellen Immobilienkonzern.
Die wichtigsten Fakten zum Führungswechsel:
* Mucic bringt fast 30 Jahre Tech- und Telekom-Erfahrung mit
* Rolf Buch verlässt nach über 12 Jahren erfolgreich das Ruder
* Unter Buch stieg Vonovia in den DAX auf und überstand die Zinskrise
* Geordneter Übergang bis Ende 2025 geplant
Warum setzt Vonovia ausgerechnet auf einen Tech-Manager? Die Antwort liegt in der ambitionierten Wachstumsstrategie 2028.
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Digitale Offensive: 3,5 Milliarden Euro Ziel
Das Unternehmen will bis 2028 sein bereinigtes EBITDA auf 3,2 bis 3,5 Milliarden Euro steigern – ein Wachstum von rund 30 Prozent. Dabei sollen die innovativen Nicht-Miet-Segmente künftig ein Viertel zum Gesamtergebnis beisteuern.
Die Investitionspläne sind gewaltig: Bis zu zwei Milliarden Euro will Vonovia ausgeben, mehr als das Doppelte des 2024er-Niveaus. Allein 2025 sollen 2.800 neue Mitarbeiter an Bord geholt werden.
Überraschung am australischen Kapitalmarkt
Den jüngsten Coup landete Vonovia ausgerechnet am anderen Ende der Welt: Mit der ersten Kangaroo-Anleihe über 850 Millionen australische Dollar erschloss sich der Konzern völlig neue Finanzierungsquellen. Die Rendite nach Währungsabsicherung lag bei attraktiven 3,87 Prozent.
Kerngeschäft stabilisiert sich
Trotz eines um 9.000 Einheiten reduzierten Portfolios zeigt das Mietgeschäft Stärke: Bei einer Leerstandsquote von nur 2,1 Prozent ist das Portfolio praktisch vollvermietet. Die Kundenzufriedenheit erreichte sogar ein neues Allzeithoch.
Besonders die Wachstumssegmente überzeugten: Das Value-add-Segment steigerte sein bereinigtes EBITDA um 77 Prozent, während im Recurring Sales 23 Prozent mehr Wohnungen verkauft wurden.
Der Führungswechsel zu einem Tech-CEO könnte sich als Schlüsselzug erweisen – vorausgesetzt, Mucic gelingt es, seine digitale Expertise erfolgreich auf den traditionellen Immobilienmarkt zu übertragen.
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