Vonovia holt eine Energie-Managerin in den Vorstand — und das ist kein Zufall. Katja Wünschel, bisher CEO bei RWE Renewables Europe & Australia, übernimmt zum 1. Juni 2026 das Entwicklungsressort und folgt auf Daniel Riedl, der das Unternehmen im gegenseitigen Einvernehmen verlässt.
Solarstrategie als Blaupause für die Personalwahl
Wünschels Profil passt präzise auf Vonovias Agenda. Der Konzern hat sich vorgenommen, bis Ende 2026 Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 300 Megawattpeak auf seinen Bestandsdächern zu installieren — vier Jahre früher als ursprünglich geplant. Über 400 Millionen Euro fließen in dieses Vorhaben. Langfristig sollen bis 2050 alle rund 30.000 geeigneten Dächer des Portfolios mit Solaranlagen ausgestattet werden. Wer jahrelang Onshore-Windparks und Solaranlagen geplant und gebaut hat, bringt dafür die richtige Erfahrung mit.
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Operativ stark, makroökonomisch unter Druck
Das Kerngeschäft liefert solide Zahlen. Das bereinigte EBITDA wuchs 2025 um sechs Prozent auf 2,8 Milliarden Euro, die Vermietungsquote lag bei 97,9 Prozent. Für 2026 peilt das Management 2,95 bis 3,05 Milliarden Euro an. Parallel läuft ein Entschuldungsprogramm über fünf Milliarden Euro — die Beleihungsquote soll von aktuell 45,4 Prozent bis 2028 auf rund 40 Prozent sinken. Zwei Milliarden Euro sollen aus dem Verkauf von Gewerbe- und Pflegeobjekten kommen.
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Trotz dieser Fortschritte bleibt der Kurs belastet. Steigende Anleiherenditen — zuletzt durch den Iran-Krieg weiter angeheizt — verteuern Refinanzierungen und drücken auf die Bewertungen im gesamten Immobiliensektor. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von knapp neun Prozent zu Buche. Gestern legte die Aktie zwar deutlich zu und schloss bei 23,45 Euro, notiert damit aber noch immer rund zehn Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt.
Mai als nächster Prüfstein
Am 7. Mai veröffentlicht Vonovia die Quartalszahlen für Q1 2026. Analysten werden vor allem den Fortschritt beim Schuldenabbau und die Entwicklung der Mieteinnahmen im Blick behalten. Kurz darauf, am 26. Mai, folgt die Dividendenzahlung — bei einer Ausschüttung von 1,25 Euro je Aktie eine Rendite, die das Papier für einkommensorientierte Anleger trotz der makroökonomischen Belastungen interessant hält.
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