VanEck Associates stockt bei Vulcan Energy massiv auf. Der US-Vermögensverwalter hält nun 6,06 Prozent der ausstehenden Aktien. Das entspricht knapp 29 Millionen Papieren.
Dieser Schritt passiert in einer kritischen Phase. Der Lithium-Entwickler baut aktuell seinen zentralen Chemiekomplex im Frankfurter Industriepark Höchst. Das nötige Milliarden-Finanzierungspaket ist allerdings noch nicht vollständig unterschrieben.
Frisches Kapital für Lionheart
Vulcan sammelt derzeit Geld für das sogenannte Lionheart-Projekt. Innerhalb einer Woche sicherten sich die Entwickler zwei gewichtige Partner. Siemens investiert 67 Millionen Euro in Eigenkapital.
Im Gegenzug liefert der Münchner Konzern bis 2035 die Automatisierungstechnik. Siemens erhält dafür Aufträge im Wert von weiteren 40 Millionen Euro.
Parallel dazu fließt Geld aus Nordamerika. Export Development Canada gewährt einen besicherten Kredit über 232 Millionen US-Dollar. Insgesamt benötigt Vulcan ein Finanzierungspaket von 2,2 Milliarden Euro.
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Die Europäische Investitionsbank gehört ebenfalls zu den 13 Kreditgebern. Der endgültige Abschluss der Projektfinanzierung soll noch im laufenden zweiten Quartal erfolgen.
Lithiumpreis steigt, Aktie fällt
Der Rohstoffmarkt liefert Vulcan aktuell starken Rückenwind. Die Preise für chinesisches Lithiumcarbonat kletterten im Mai über 175.000 Yuan pro Tonne. Das ist der höchste Stand seit 2023.
Seit Jahresbeginn verteuerte sich das Batteriemetall um rund 50 Prozent. Rechenzentren treiben die Nachfrage zusätzlich an. Ihre riesigen Stromspeicher verschlingen mehr Lithium als typische Elektroautos.
Die Vulcan-Aktie spiegelt diese Erholung bisher nicht wider. Der Kurs pendelt aktuell bei 2,18 Euro. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Minus von fast 17 Prozent.
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Vom 52-Wochen-Hoch bei 3,98 Euro ist der Titel weit entfernt. Der Markt zweifelt offenbar weiterhin an der reibungslosen Umsetzung des Großprojekts.
Operative Fortschritte und Kursziele
Auf der operativen Seite meldet das Management Fortschritte. Die sechste Bohrung namens LSC-2 erreichte ihre Zieltiefe von 3.000 Metern. Fließtests stehen im zweiten Quartal an.
Die Analysten von Canaccord Genuity bleiben optimistisch. Sie empfehlen die Aktie weiterhin zum Kauf. Das Ziel: 4,45 Euro. Das entspräche vom aktuellen Niveau fast einer Kursverdopplung.
Finanziell steht das Unternehmen solide da. Ende März lagen gut 364 Millionen Euro in der Kasse. Langfristige Abnahmeverträge mit Stellantis, LG und Umicore sichern die künftige Produktion ab.
Dabei beinhalten 72 Prozent der vereinbarten Mengen feste Preise oder Preisuntergrenzen. Der kommerzielle Start ist für 2027 geplant. Am 28. Mai findet die Hauptversammlung statt. Dort erwarten Investoren ein klares Update zum Zeitplan für den Produktionshochlauf.
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