Vulcan Energy: Lithium steigt 50 Prozent — Aktie fällt 17 Prozent

US-Investor VanEck baut Position bei Vulcan Energy aus. Der Lithium-Entwickler treibt die Milliarden-Finanzierung für sein Kernprojekt voran.

Vulcan Energy Aktie
Kurz & knapp:
  • VanEck hält nun 6,06 Prozent
  • Milliarden-Finanzierung noch nicht abgeschlossen
  • Lithiumpreis auf Höchststand seit 2023
  • Aktie bleibt trotz Fortschritten schwach

VanEck Associates stockt bei Vulcan Energy massiv auf. Der US-Vermögensverwalter hält nun 6,06 Prozent der ausstehenden Aktien. Das entspricht knapp 29 Millionen Papieren.

Dieser Schritt passiert in einer kritischen Phase. Der Lithium-Entwickler baut aktuell seinen zentralen Chemiekomplex im Frankfurter Industriepark Höchst. Das nötige Milliarden-Finanzierungspaket ist allerdings noch nicht vollständig unterschrieben.

Frisches Kapital für Lionheart

Vulcan sammelt derzeit Geld für das sogenannte Lionheart-Projekt. Innerhalb einer Woche sicherten sich die Entwickler zwei gewichtige Partner. Siemens investiert 67 Millionen Euro in Eigenkapital.

Im Gegenzug liefert der Münchner Konzern bis 2035 die Automatisierungstechnik. Siemens erhält dafür Aufträge im Wert von weiteren 40 Millionen Euro.

Parallel dazu fließt Geld aus Nordamerika. Export Development Canada gewährt einen besicherten Kredit über 232 Millionen US-Dollar. Insgesamt benötigt Vulcan ein Finanzierungspaket von 2,2 Milliarden Euro.

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Die Europäische Investitionsbank gehört ebenfalls zu den 13 Kreditgebern. Der endgültige Abschluss der Projektfinanzierung soll noch im laufenden zweiten Quartal erfolgen.

Lithiumpreis steigt, Aktie fällt

Der Rohstoffmarkt liefert Vulcan aktuell starken Rückenwind. Die Preise für chinesisches Lithiumcarbonat kletterten im Mai über 175.000 Yuan pro Tonne. Das ist der höchste Stand seit 2023.

Seit Jahresbeginn verteuerte sich das Batteriemetall um rund 50 Prozent. Rechenzentren treiben die Nachfrage zusätzlich an. Ihre riesigen Stromspeicher verschlingen mehr Lithium als typische Elektroautos.

Die Vulcan-Aktie spiegelt diese Erholung bisher nicht wider. Der Kurs pendelt aktuell bei 2,18 Euro. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Minus von fast 17 Prozent.

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Vom 52-Wochen-Hoch bei 3,98 Euro ist der Titel weit entfernt. Der Markt zweifelt offenbar weiterhin an der reibungslosen Umsetzung des Großprojekts.

Operative Fortschritte und Kursziele

Auf der operativen Seite meldet das Management Fortschritte. Die sechste Bohrung namens LSC-2 erreichte ihre Zieltiefe von 3.000 Metern. Fließtests stehen im zweiten Quartal an.

Die Analysten von Canaccord Genuity bleiben optimistisch. Sie empfehlen die Aktie weiterhin zum Kauf. Das Ziel: 4,45 Euro. Das entspräche vom aktuellen Niveau fast einer Kursverdopplung.

Finanziell steht das Unternehmen solide da. Ende März lagen gut 364 Millionen Euro in der Kasse. Langfristige Abnahmeverträge mit Stellantis, LG und Umicore sichern die künftige Produktion ab.

Dabei beinhalten 72 Prozent der vereinbarten Mengen feste Preise oder Preisuntergrenzen. Der kommerzielle Start ist für 2027 geplant. Am 28. Mai findet die Hauptversammlung statt. Dort erwarten Investoren ein klares Update zum Zeitplan für den Produktionshochlauf.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.