Walmart tritt Vorwürfen rund um eine automatisierte und individuelle Preisgestaltung entgegen. Der weltgrößte Einzelhändler stellte klar, weder persönliche Kundendaten noch Wetterdaten für personalisierte oder dynamische Preise zu nutzen. Entsprechende Pläne gebe es auch für die Zukunft nicht. Die Mitteilung erfolgte vor dem Hintergrund öffentlicher Diskussionen über die Einführung digitaler Regalschilder.
Zusätzlich erklärte der Konzern, ein Patent nicht zu verlängern, das eine personalisierte Preisgestaltung über Scan-and-Go-Technologie ermöglicht hätte. Mit diesen Schritten reagiert das Management auf Bedenken von Verbrauchern, die durch die Modernisierung der Preisauszeichnung in den Filialen aufgekommen waren.
Verkaufsaktion und Preissenkungen
In die Debatte fällt der Start des diesjährigen Weihnachtsgeschäfts. Seit Montag veranstaltet der Konzern seine einwöchige Verkaufsaktion „Deals & More“, die bis zum 11. Oktober läuft und zeitlich mit den Aktionstagen von Amazon zusammenfällt.
Um die Kundschaft anzusprechen, setzt Walmart weiterhin auf gezielte Nachlässe. So stützten Zollerstattungen von rund 2,9 Milliarden $ das zweite Geschäftsquartal und ermöglichten Preisnachlässe bei mehr als 11.000 Artikeln.
Parallel dazu treibt der Einzelhändler die technische Ausstattung seiner Verkaufsflächen voran. Neben der reinen Preisanzeige sollen digitale Regalschilder über Leuchtdioden künftig auch das Auffinden von Produkten für Kunden und Mitarbeiter erleichtern. Entsprechende Funktionen für Einkauf, Kommissionierung und Auffüllen sind bis zum Start der Weihnachtssaison für alle Filialen vorgesehen.
Gestern legte die Walmart-Aktie um 1,7 Prozent zu und ging bei 95,22 Euro aus dem Handel.
Blick auf den November-Termin
Klarheit über den finanziellen Verlauf des laufenden Geschäftsjahres erwarten Marktteilnehmer in wenigen Wochen. Am 19. November 2026 wird Walmart die Geschäftszahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2027 vorlegen. Erst dann wird sich im Zahlenwerk zeigen, wie sich der Auftakt ins Vorweihnachtsgeschäft und die getätigten Preisnachlässe auf die Ertragskraft ausgewirkt haben.
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