Western Digital geriet gestern im Sog fallender Speicheraktien unter Druck. Medienberichten zufolge schürte der Kursrückgang von SanDisk nach dessen Ergebnissen Sorgen darüber, wie dauerhaft die durch künstliche Intelligenz getriebenen Preissteigerungen sind. Die Aktie von Western Digital verlor in diesem Umfeld 5,4%.

Zusätzlich belastete eine breitere Schwäche der Technologiewerte das Umfeld. Als Gründe nannten Medienberichte Amazons höhere Investitionsausgaben für künstliche Intelligenz und Intels schwache Umsatzprognose.

Investitionsbedenken führen zu niedrigeren Kurszielen

Bereits am 23. Oktober senkte TD Cowen das Kursziel für Western Digital von 540 $ auf 430 $. Das Analysehaus behielt seine Kaufempfehlung bei und verwies auf gestiegene Investitionsausgaben des Unternehmens sowie Bedenken zur Bewertung und zum Angebot von Festplatten.

UBS reduzierte das Kursziel am 23. Oktober von 470 $ auf 435 $ und beließ die Einstufung auf Neutral. Auch hier waren Sorgen über die Investitionsausgaben ausschlaggebend.

Geplanter Insiderverkauf und kräftiges Wachstum

Western Digital reichte am Donnerstag eine Form-144-Mitteilung für einen beabsichtigten Insiderverkauf verfügungsbeschränkter Wertpapiere ein. Die Pflichtmitteilung kündigt eine Verkaufsabsicht an; sie bestätigt keinen vollzogenen Verkauf.

Ein anderer Verkauf ist dagegen dokumentiert: Rechtschefin Cynthia L. Tregillis veräußerte am 21. Oktober insgesamt 807 Aktien im Rahmen eines 10b5-1-Plans. Western Digital meldete die Transaktion am 22. Oktober mit einer Form-4-Mitteilung.

Die vor gut einer Woche veröffentlichten Quartalsergebnisse zeigten deutliches Wachstum: Western Digital meldete für das erste Geschäftsquartal 2027 einen Umsatz von 4,38 Milliarden $. Das entsprach einem Anstieg von 55% gegenüber dem Vorjahr.

Für das zweite Geschäftsquartal 2027 stellte das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 66% bis 72% gegenüber dem Vorjahr in Aussicht.