Wienerberger kämpft mit einem schwierigen Start in das neue Geschäftsjahr. Der Baustoffkonzern verzeichnete im ersten Quartal deutliche Verluste. Die Aktie reagiert am Mittwoch mit einem Kursrutsch von rund sieben Prozent auf die Nachrichten.
Einbruch bei Umsatz und Ergebnis
Der Umsatz sank in den ersten drei Monaten um sieben Prozent auf rund eine Milliarde Euro. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 1,10 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (EBITDA) brach parallel dazu um 26 Prozent auf 97 Millionen Euro ein.
Unter dem Strich steht für das erste Quartal ein Nettoverlust von 30 Millionen Euro. Damit rutschte das Ergebnis deutlich ins Minus, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein kleiner Gewinn erzielt wurde. Auch das operative Geschäft (EBIT) lieferte mit minus zwei Millionen Euro einen negativen Beitrag.
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Wetter und Bauflaute belasten
Das Management nannte zwei Hauptgründe für die schwache Entwicklung. Widrige Wetterbedingungen bremsten die Baustellen im Januar und Februar aus. Zudem belastet die anhaltende Flaute im europäischen Wohnungsbau das Geschäft massiv.
Im März belebte sich die Nachfrage jedoch spürbar. Der Vorstand wertet den schwachen Start daher als saisonal bedingten Effekt. Das erste Quartal gilt in der Branche traditionell als die schwächste Periode des Jahres.
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Vorstand hält an Jahresprognose fest
Trotz der Verluste bestätigt Wienerberger die Ziele für das Gesamtjahr 2026. Das Unternehmen erwartet weiterhin ein operatives EBITDA von rund 810 Millionen Euro. Der Fokus liegt nun auf der Integration der jüngsten Zukäufe wie der Italcer Group.
Neue Risiken drohen derweil durch den anhaltenden Nahostkonflikt. Steigende Kosten für Energie und Transport könnten die Profitabilität im weiteren Jahresverlauf belasten. Das Management verwies hierbei auf eine eingeschränkte Sichtweise für die kommenden Monate.
Die Anleger zeigen sich angesichts der Zahlen skeptisch. Mit einem aktuellen Kurs von 22,68 Euro notiert die Aktie nur knapp über ihrem 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn hat das Papier bereits rund ein Viertel seines Wertes verloren.
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