Der DAX startet sehr stark in die neue Woche und holt einige der Verluste vom Freitag wieder auf. In den USA war der Nasdaq deutlich unter Druck, die Midterm Wahlen lähmen womöglich die Wall Street weiter. Apple und Palantir stehen auf der Agenda, Intel, Fortinet und Alphabet schockten bereits die Börse.
DAX und Nasdaq entwickeln sich wieder unterschiedlich
Die neue Börsenwoche beginnt mit einer Vielzahl wichtiger Ereignisse. Nach den jüngsten Zinsentscheidungen der US-Notenbank Fed und der Europäischen Zentralbank rücken nun die US-Zwischenwahlen, neue Wirtschaftsdaten und die laufende Berichtssaison in den Mittelpunkt. Insbesondere die Quartalszahlen großer Technologieunternehmen könnten für weitere Bewegung an der Wall Street sorgen. Gleichzeitig bleibt die geopolitische Lage im Nahen Osten ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor. Auch heute Morgen gibt es versöhnliche Töne aus dem Iran. Doch wie lange haben die Bestand? Der Ölpreis reagiert somit weiterhin empfindlich auf diese Entwicklungen. Nach einer Konsolidierung zwischen 100 und 105 US-Dollar steht beim WTI-Öl nun die psychologisch wichtige Marke von 100 US-Dollar im Mittelpunkt. Ein nachhaltiger Rückgang darunter könnte weiteres Abwärtspotenzial bis etwa 90 US-Dollar eröffnen. Eine erneute Eskalation des Konflikts würde dagegen das Risiko steigender Energiepreise erhöhen.
Unser DAX präsentierte sich in der vergangenen Woche vergleichsweise robust und legte rund 2,5 Prozent zu, während die großen US-Indizes Verluste verzeichneten. Charttechnisch gelang die Rückeroberung des 50-Tage-Durchschnitts sowie der wichtigen Zone um 25.500 Punkte. Im DAX-Future steht nun die Marke von 26.000 Punkten im Fokus. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber könnte den Weg für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung und möglicherweise neue Rekordstände im Rahmen einer Jahresendrally eröffnen. Unterhalb dieser Schwelle bleibt dagegen eine Seitwärtskonsolidierung wahrscheinlich.
Die Indexstände der Vorwoche siehst Du hier noch einmal im Ranking:

Unterstützung erhält der deutsche Aktienmarkt von verbesserten Konjunkturerwartungen. Der ifo-Geschäftsklimaindex stieg bereits den vierten Monat in Folge. Besonders die Geschäftserwartungen entwickelten sich mit 91,6 Punkten besser als prognostiziert. Auch die Einkaufsmanagerindizes signalisierten eine zunehmende wirtschaftliche Stabilisierung. Im europäischen Vergleich bleibt das Bild allerdings uneinheitlich. Während sich der Euro Stoxx 50 oberhalb wichtiger Unterstützungen behauptet, befindet sich der französische CAC 40 weiterhin in einem übergeordneten Abwärtstrend. Dort war der Einkaufsmanager für die Industrie am Morgen erneut unter 50 Punkten und signalisierte damit eine Schrumpfung.
Deutlich schwieriger ist die technische Ausgangslage an der Wall Street. Der Nasdaq 100 geriet nach der Fed-Sitzung erheblich unter Druck und fiel zeitweise von knapp 30.000 Punkten in Richtung 28.000 Punkte. Damit wurde auch der 200-Tage-Durchschnitt getestet. Entscheidend wird nun, ob der Technologieindex die Marke von 29.000 Punkten zurückerobern kann oder zunächst zwischen 28.000 und 29.000 Punkten konsolidiert. Der S&P 500 zeigt relative Stärke und könnte bei einer Rückkehr über 7.660 Punkte im Future wieder in Richtung 7.700 bis 7.750 Punkte steigen. Auch der Russell 2000 entwickelte sich zuletzt stabiler und deutet damit auf eine gewisse Nachfrage nach amerikanischen Nebenwerten hin.
Wir schauten zudem im ersten Teil des Videos auf Bitcoin und den Goldpreis, bevor wir auf Einzelwerte eingingen und die Tops und Flops übersichtlich darstellten. Der Goldpreis hat die wichtige Unterstützung bei 4.000 US-Dollar unterschritten und muss zunächst eine Stabilisierung zeigen. Bitcoin fiel unter die Marke von 80.000 US-Dollar, wodurch die Unterstützungszone zwischen 74.000 und 75.000 US-Dollar wieder in den Fokus rückt.
Die Entscheidung der Midterm Wahlen begleiten wir auch in unserem Webinar vor dem Handelsstart am Mittwoch – komm gern hinzu unter https://www.fit4finanzen.de/traders
Wir blicken im ersten Teil direkt auf die Charts der genannten Underlyings mit dem Nanotrader, bevor wir uns wieder ausgesuchten Einzelaktien zuwenden.
Im zweiten Teil des Videos standen erneut die Tops und Flops der Vorwoche an der Wall Street auf der Agenda. Was ist hier anzumerken?
Druck auf Meta Platforms und Alphabet,
Bei den Einzelaktien sorgten insbesondere Intel, Fortinet und Alphabet für erhebliche Kursverluste. Intel verlor nach seinen Quartalszahlen zeitweise rund 30 Prozent, obwohl der gemeldete Gewinn die Erwartungen übertraf. Ausschlaggebend war vor allem der schwache Ausblick und die Preissteigerungen im Speicherbereich, die zu Lieferengpässen führten. Auch Fortinet enttäuschte mit seinen Perspektiven für das Servicegeschäft. Alphabet wiederum geriet durch die hohen Investitionen in künstliche Intelligenz unter Druck. Trotz weiterhin wachsender Umsätze belasteten die erheblichen Ausgaben für Rechenzentren und KI-Infrastruktur den freien Cashflow. Diese waren im letzten Quartal sogar negativ. Ähnliche Sorgen beschäftigen Anleger bei Meta Platforms.
Ein Gegengewicht bildeten defensivere Branchen. McDonald’s konnte sich im Dow Jones erholen, während der Pharmakonzern Amgen neue Rekordstände oberhalb von 470 US-Dollar erreichte. Positive Studiendaten zu einem Medikament gegen Lungenkrebs unterstützten die Kursentwicklung, welche seit mehreren Wochen bereits Bestand hat.
Die Tops und Flops aus dem Dow Jones sind hier aufgelistet:

In der neuen Berichtswoche stehen unter anderem Apple, Palantir, AMD, Super Micro Computer, Qualcomm und AppLovin im Mittelpunkt. Besonders Apple zeigt sich vor der Veröffentlichung seiner Geschäftszahlen charttechnisch stabil und notiert in der Nähe seiner Rekordstände. Über die neuen Geräte und Preise sprachen wir direkt, denn es wird langsam knapp mit der Weihnachtswunschliste! Bei Palantir könnte eine positive Reaktion auf die Quartalszahlen eine Rückkehr über die Marke von 200 US-Dollar ermöglichen. Allerdings bleiben die hohen Bewertungen und die Erwartungen an das zukünftige Wachstum wesentliche Risikofaktoren. Risikofaktor ist zudem das Abwenden einiger Behörden und Ländern in Europa, was zu eigenen Entwicklungen aus Europa heraus führen kann.
Hier siehst Du die Tops und Flops aus dem Nasdaq:

Die bevorstehenden US-Zwischenwahlen könnten schließlich entscheidende Impulse für die Aktienmärkte liefern. Je nach Mehrheitsverhältnissen im Repräsentantenhaus und Senat sind Auswirkungen auf die Regulierung von Technologieunternehmen, die Fiskalpolitik und die weitere Entwicklung der US-Wirtschaft möglich.
Zusammen mit den anstehenden Quartalszahlen und Wirtschaftsdaten bleibt die Wahrscheinlichkeit erhöhter Volatilität entsprechend groß. Für aktive Trader dürften insbesondere die genannten charttechnischen Schlüsselmarken entscheidend sein, um die nächsten Bewegungen an DAX, Nasdaq und Wall Street einzuordnen.
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Wir hoffen, beim bunten Mix an Aktien war auch Dein Favorit dabei.
Weitere Quartalszahlen an der Wall Street
In der neuen Handelswoche rückt die laufende US-Quartalsberichtssaison noch stärker in den Vordergrund. Wir erwarten AMD, Apple, Palantir, Shopify und Pfizer, um nur einige der Schwergewichte zu nennen.
Die genauen Termine kannst Du hier an folgender Aufstellung optisch sehen:

Weitere Werte sind im Video ersichtlich und können sich auch von Dir gewünscht werden.
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Die Analysen konzentrieren sich dabei sowohl auf Fundamentaldaten als auch auf die Charttechnik.
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Risikohinweis für Trader
Jede Investition ist mit Risiken verbunden. Jeder Anleger sollte, wenn möglich mit Hilfe eines externen Beraters, prüfen, ob diese Finanzinstrumente für seine persönliche Situation geeignet sind. Die auf einem Demokonto erzielten Gewinne sind keine Garantie für zukünftige Gewinne. Der Einsatz eines Hebels beinhaltet das Risiko, mehr als den Gesamtbetrag des Kontos zu verlieren. Sie sind nicht verpflichtet, eine Hebelwirkung zu nutzen.
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