Xiaomi kauft eigene Aktien zurück und senkt im Elektroauto-Geschäft die Preisschwelle. Der Konzern sendet damit zwei Signale: Vertrauen in die eigene Bewertung und Angriffslust gegen Tesla. Für die Aktie kommt der Vorstoß in einer heiklen Phase.
Rückkauf soll Vertrauen stützen
Am 21. Mai 2026 kaufte Xiaomi 3,3752 Millionen eigene Aktien der Klasse B zurück. Das Volumen lag bei rund 99,9998 Millionen HKD. Solche Rückkäufe lösen operative Fragen nicht automatisch, sie zeigen aber, dass der Vorstand die aktuelle Bewertung offenbar für attraktiv hält.
Das ist mehr als reine Symbolik. Xiaomi will am Kapitalmarkt Stabilität signalisieren, während das Unternehmen im Kerngeschäft Smartphones und im jungen Autosegment hohe Investitionen stemmen muss. Genau diese Mischung macht die Aktie derzeit schwer zu greifen.
Der Markt reagiert bislang nüchtern. Die Aktie liegt bei 3,30 Euro und gibt am Freitag leicht nach. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 26,51 Prozent, über ein Jahr beläuft sich der Verlust auf 45,95 Prozent.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Xiaomi?
Tesla bekommt einen günstigeren Herausforderer
Im operativen Geschäft setzt Xiaomi auf Tempo. Gründer Lei Jun stellte in Peking die Preisstruktur für den Elektro-SUV YU7 vor. Die Standard-Version startet bei 233.500 Yuan, umgerechnet etwa 29.800 Euro.
Damit positioniert Xiaomi den YU7 klar unterhalb von Teslas Model Y. Lei Jun räumte zwar ein, dass Xiaomi in vielen technischen Kategorien weiter mit Tesla konkurrieren müsse. Der Hebel ist aber offensichtlich: ein niedriger Einstiegspreis, kombiniert mit der engen Verknüpfung von Smartphone, Smart Home und Auto.
Das dürfte spannend werden. Xiaomi verkauft nicht nur ein Fahrzeug, sondern versucht, sein bestehendes Ökosystem auf die Straße zu bringen. Gelingt das, könnte der Konzern im chinesischen EV-Markt schneller Sichtbarkeit gewinnen als klassische Neueinsteiger.
Mehr Geld für Chips, Software und KI
Der Preis ist nur ein Teil der Strategie. Xiaomi will stärker kontrollieren, was in den eigenen Geräten steckt. Dazu gehören eigene Chips, das Betriebssystem HyperOS und KI-Funktionen über mehrere Produktkategorien hinweg.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Xiaomi?
In der neuen Planperiode will Xiaomi mindestens 200 Milliarden Yuan in Forschung und Entwicklung investieren. Umgerechnet sind das etwa 25,5 Milliarden Euro. Die vorherige Planperiode lag bei 105,5 Milliarden Yuan.
Der Konzern setzt damit auf vertikale Integration. Weniger Abhängigkeit von externen Komponenten kann langfristig Margen schützen, kostet kurzfristig aber viel Geld. Gerade deshalb wird der nächste Finanzbericht wichtig.
Am 26. Mai 2026 legt Xiaomi die ungeprüften konsolidierten Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vor. Analysten erwarten einen Umsatz von rund 100,8 Milliarden RMB. Das Board of Directors unter Lei Jun soll die Zahlen freigeben.
Im Kern zählt dann vor allem die operative Marge im EV-Segment. Auch die höheren Kosten für Speicherchips im Smartphone-Geschäft rücken in den Blick. Der Rückkauf stabilisiert die Wahrnehmung, der YU7 muss nun operative Belege liefern: Nachfrage zum Startpreis, kontrollierte Kosten und eine klare Verbindung zum Xiaomi-Ökosystem.
Xiaomi-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Xiaomi-Analyse vom 22. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Xiaomi-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Xiaomi-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Xiaomi: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


