37 % hat Xiaomi seit Jahresbeginn verloren. Am Freitag fiel die Aktie um 2,84 % auf 2,77 Euro. Im März waren noch mehr als 2,50 Euro erreicht worden, zu Jahresbeginn lag die Notierung bei ungefähr 4,50 Euro. Auch charttechnisch ist der Weg zurück noch weit. Rund 12 % fehlen bis zum GD100, oberhalb von etwa 3,22 Euro würde sich das technische Bild wieder verbessern.

Auto-Exporte können das gesamte Geschehen drehen

Immerhin entwickelt sich das Autogeschäft inzwischen deutlich besser. Im September wurden rund 40.000 Fahrzeuge ausgeliefert. Im ersten Halbjahr waren es insgesamt etwa 185.000. Damit lag der September deutlich über dem bisherigen monatlichen Durchschnitt von gut 30.000 Fahrzeugen. Für das Gesamtjahr peilt Xiaomi 550.000 Auslieferungen an. Für dieses Ziel wird das Tempo der kommenden Monate wichtig. Die rund 40.000 Fahrzeuge im September zeigen, dass Xiaomi inzwischen eine höhere monatliche Größenordnung erreicht hat. Ob daraus ein dauerhaft höheres Niveau wird, lässt sich allerdings erst mit den nächsten Auslieferungszahlen beurteilen.

Auch außerhalb Chinas steht ein weiterer Schritt bevor. Xiaomi will seine Elektrofahrzeuge 2027 nach Europa bringen. Zusätzlich wurde die Redmi-Note-17-Serie in Nigeria gestartet. Damit kommen neue Absatzmöglichkeiten zum laufenden Ausbau des Autogeschäfts hinzu. An der Börse ist diese Entwicklung bislang kaum angekommen. Mit 2,77 Euro liegt die Aktie noch deutlich unter den Kursen vom Jahresbeginn. Bis zur Marke von 3,22 Euro fehlen 0,45 Euro.

Für das Autogeschäft liefern die nächsten Monatszahlen nun den nächsten konkreten Anhaltspunkt. Entscheidend ist, ob Xiaomi das September-Tempo von rund 40.000 Fahrzeugen halten oder weiter steigern kann.