Auf technologischer Ebene feiert der XRP Ledger einen Meilenstein mit der Wall Street. An der Börse spiegelt sich das kaum wider: Seit Jahresbeginn hat der Token rund 26 Prozent an Wert verloren. Der Grund für diese Diskrepanz liegt in Washington, wo ein enger Zeitplan über die rechtliche Zukunft von XRP entscheidet.
Ondo Finance hat gemeinsam mit JPMorgans Kinexys-Plattform, Mastercard und Ripple eine grenzüberschreitende Transaktion abgewickelt. Dabei ging es um die Rückgabe von Anteilen eines tokenisierten US-Staatsanleihen-Fonds auf dem XRP Ledger. Der Prozess dauerte weniger als fünf Sekunden und fand außerhalb regulärer Banköffnungszeiten statt. Normalerweise beanspruchen solche Abwicklungen über Korrespondenzbanken mehrere Werktage.
Die Infrastruktur für reale Vermögenswerte (RWA) auf dem Netzwerk wächst rasant. Der Gesamtwert überschritt zuletzt die Marke von drei Milliarden US-Dollar. Für den XRP-Kurs liefert das Pilotprojekt dennoch kaum direkten Antrieb. Die eigentliche Abwicklung lief über den Stablecoin RLUSD, während XRP lediglich in kleinsten Mengen für die Netzwerkgebühren zum Einsatz kam.
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Der Countdown im US-Kongress
Parallel zur institutionellen Adaption spitzt sich die politische Lage zu. Das Weiße Haus strebt an, den sogenannten CLARITY Act bis zum 4. Juli 2026 zu verabschieden. Das Gesetz würde XRP offiziell als digitalen Rohstoff einstufen und damit der Aufsicht der US-Börsenaufsicht SEC entziehen. Für einen Erfolg muss der Entwurf jedoch noch in diesem Monat den zuständigen Senatsausschuss passieren.
Ripple-CEO Brad Garlinghouse warnt vor einem extrem engen Zeitfenster. Verpasst der Kongress die Frist in den kommenden zwei Wochen, sinken die Chancen auf eine Ratifizierung drastisch. Senatorin Cynthia Lummis geht sogar davon aus, dass ein Scheitern im Mai den gesamten Prozess bis mindestens 2030 verzögern würde. Bei einem Erfolg rechnet die Großbank Standard Chartered hingegen mit massiven Zuflüssen in XRP-ETFs von bis zu acht Milliarden US-Dollar.
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Chartbild spiegelt Abwarten wider
Marktteilnehmer positionieren sich angesichts dieser Gemengelage defensiv. Aktuell notiert XRP bei 1,39 US-Dollar und damit deutlich unter seiner langfristigen 200-Tage-Linie. Der Kurs konsolidiert in einer engen Spanne um die Marke von 1,40 US-Dollar.
Bricht diese Unterstützungszone aufgrund der aktuell dünnen Liquidität, drohen schnelle Abverkäufe. Ein nachhaltiger Ausbruch nach oben erfordert einen klaren politischen Impuls aus Washington. Fällt im Senatsausschuss noch im Mai eine positive Entscheidung für den CLARITY Act, dürfte der Widerstand bei 1,47 US-Dollar zügig getestet werden.
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