Regulierungsdruck trifft auf milliardenschwere Expansionspläne. Der Xtrackers Artificial Intelligence & Big Data ETF spürte am Dienstag die Volatilität im Technologiesektor deutlich. Während rechtliche Hürden für Schwergewichte wie Meta belasten, treiben Hardware-Deals von Nvidia die Branche um.

Meta unter juristischem Druck

Meta Platforms belastet aktuell das Portfolio. In Kalifornien haben sich 29 Generalstaatsanwälte gegen den Social-Media-Konzern verbündet. Sie werfen dem Unternehmen vor, die psychische Gesundheit junger Nutzer zu gefährden. Parallel dazu schichten erste Investoren Kapital in den Finanzsektor um und reduzieren ihre Positionen in spezialisierten Themen-ETFs.

Hardware-Gigant Nvidia setzt derweil verstärkt auf die Infrastruktur. Der Konzern investiert 1,5 Milliarden US-Dollar in das Unternehmen SB Energy. Ziel ist die Stromversorgung für einen neuen KI-Campus von OpenAI im US-Bundesstaat Ohio. Die Anlage soll langfristig mindestens 10 Gigawatt Leistung für rechenintensive Anwendungen erbringen.

Strategische Anpassungen bei Nvidia

Nvidia tritt bei diesem Projekt nicht nur als Chipproduzent, sondern auch als Eigenkapitalpartner auf. Das Management reagiert jedoch auf Kritik zur Risikovorsorge. Die finanzielle Absicherung für die Entwicklung in Ohio sank nach Investoren-Feedback von 250 Milliarden auf etwa 120 Milliarden US-Dollar.

Innerhalb des ETF zeigt sich eine klare Divergenz zwischen Software und Hardware. Micron Technology profitierte zuletzt von neuen Handelsbeschränkungen für chinesische Chiphersteller durch Apple. Zeitgleich treiben Google und Microsoft mit dem Pixel 11 und dem Modell Gemini 3.7 ihre Produktzyklen voran. Die hohe Innovationsgeschwindigkeit im Sektor bleibt ungebrochen.

Trotz des aktuellen Rücksetzers auf 205,90 Euro bleibt der langfristige Aufwärtstrend intakt. Der ETF notiert weiterhin 19 Prozent über seiner 200-Tage-Linie. Seit Jahresbeginn verbuchten Anleger ein Plus von 32 Prozent.