Zenatech sichert sich frisches Kapital für den Ausbau seiner Drohnentechnologie. Während das Unternehmen operativ expandiert, reagiert die Börse mit einem massiven Abverkauf. Die Diskrepanz zwischen Finanzierungsplänen und Kursentwicklung sorgt für Unruhe.

Details der Kapitalerhöhung

Das Unternehmen hat eine Vereinbarung über eine direkte Aktienplatzierung getroffen. Institutionelle Investoren zeichnen Einheiten aus Aktien und Optionsscheinen für insgesamt 25 Millionen US-Dollar. Der Preis pro Einheit liegt bei 2,12 US-Dollar. Die Maxim Group begleitete die Transaktion als alleiniger Platzierungsagent.

Die Optionsscheine lassen sich sofort zu einem Preis von 2,50 US-Dollar ausüben. Sie laufen über einen Zeitraum von fünfeinhalb Jahren. Zenatech plant, den Erlös für die Weiterentwicklung und Zertifizierung seiner Drohnenplattformen zu nutzen.

Kurssturz auf Rekordtief

An der Börse löste die Nachricht eine Verkaufswelle aus. Die Aktie verlor am Freitag knapp 24 Prozent an Wert. Die Folge: ein neues 52-Wochen-Tief bei 1,37 Euro.

Damit notiert der Kurs deutlich unter dem Platzierungspreis der neuen Aktien. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus bereits auf rund 48 Prozent. Die Volatilität bleibt mit einem Wert von über 100 Prozent extrem hoch.

Fokus auf Abwehrtechnologie

Operativ setzt Zenatech auf den wachsenden Markt für Drohnenabwehr. Das System ZenaDrone 2000 steht kurz vor entscheidenden Flugtests. Dieser gasbetriebene Abfangjäger kann feindliche Drohnen bis zu vier Stunden lang verfolgen.

Das Management zielt auf einen Markt mit einem Volumen von 20 Milliarden US-Dollar. Um die Nachfrage zu bedienen, baut Zenatech Fertigungskapazitäten in der Ukraine, Dubai und Taiwan auf. Ziel ist die Bereitstellung kostengünstiger Abwehrsysteme für staatliche Kunden.

Wachstumszahlen und Ausblick

Im Geschäftsjahr 2025 steigerte Zenatech den Umsatz um 558 Prozent auf 12,9 Millionen US-Dollar. Maßgeblich dafür war das Segment „Drone as a Service“. Es steuerte im ersten vollen Betriebsjahr über 10 Millionen US-Dollar bei.

Die Bilanzsumme wuchs parallel dazu auf fast 100 Millionen US-Dollar an. Das Unternehmen verfügt nun über 24 Standorte weltweit. Zenatech integriert im restlichen Jahr 2026 vor allem die jüngsten Zukäufe im Softwaresektor. Das Management sieht die Finanzierung der nächsten zwölf Monate durch die neuen Mittel gesichert.