Zoetis Aktie: 160 Millionen für Neogen-Genomik

Zoetis verzeichnet starke Nutztierumsätze, leidet aber unter rückläufigen Haustiererlösen in den USA. Eine Genomik-Übernahme soll neue Impulse bringen.

Zoetis Aktie
Kurz & knapp:
  • Haustiergeschäft in USA schwächelt
  • Nutztiersparte mit deutlichem Wachstum
  • Übernahme von Neogens Genomik-Sparte
  • Jahresprognose vorsichtiger formuliert

Starkes Nutztiergeschäft, schwaches Haustiergeschäft: Bei Zoetis läuft die Wachstumsgeschichte nicht mehr rund. Nach den Zahlen hat der Markt die Aktie hart abgestraft. Der Konzern setzt nun auf internationale Stärke und eine Genomik-Übernahme, um Vertrauen zurückzugewinnen.

Die Aktie schloss am Dienstag bei 65,50 Euro, nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 65,10 Euro. Auf Sicht von sieben Tagen steht ein Minus von 30,8 Prozent.

Nutztiere stützen das Quartal

Das erste Quartal zeigte eine klare Spaltung. In den USA fiel der Umsatz um 8 Prozent auf 1,09 Milliarden Dollar. Der Grund: schwächere Nachfrage bei Haustieren und stärkerer Wettbewerb bei etablierten Produkten.

International sah das Bild anders aus. Dort legte der Umsatz um 17 Prozent auf 1,149 Milliarden Dollar zu. Besonders das Nutztiergeschäft zog an, gestützt durch Rinder, Schweine, Geflügel und Fisch.

Der Nutztierumsatz stieg auf 720 Millionen Dollar, ein Plus von 15 Prozent. In den USA halfen gute Erzeugerpreise im Rindfleischmarkt. Auch der gezielte Einsatz von Mitteln gegen Parasiten nahm zu, unter anderem wegen Sorgen rund um den Neuwelt-Schraubenwurm.

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Bei Geflügel trieb eine höhere Impfstoffnachfrage das Geschäft. Im Schweinebereich half eine bessere Produktverfügbarkeit bei einem wichtigen Antibiotika-Portfolio. Kurz gesagt: Zoetis lebt derzeit stärker von Stall als Sofa.

Genomik soll neuen Schub bringen

Parallel dazu greift Zoetis strategisch zu. Der Konzern will das Tiergenomik-Geschäft von Neogen für 160 Millionen Dollar übernehmen. Die Transaktion bleibt an übliche Abschlussbedingungen und behördliche Freigaben gebunden.

Der Bereich GeneSeek bedient Kunden in mehr als 120 Ländern über fünf Labore. Für Zoetis passt das zur Strategie, Nutztiergesundheit stärker mit Daten und Genomik zu verbinden.

Das übernommene Geschäft erzielte im Fiskaljahr 2025 rund 90 Millionen Dollar Umsatz. Zoetis erwartet den Abschluss in der zweiten Hälfte 2026. Damit bekommt der Konzern ein zusätzliches Standbein in der Präzisions-Tiergesundheit.

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Prognose wird vorsichtiger

Die neue Jahresprognose fällt nüchterner aus. Beim bereinigten Gewinn je Aktie peilt Zoetis nun 6,85 bis 7,00 Dollar an. Beim Umsatz rechnet das Management mit knapp unter zehn Milliarden Dollar.

Ein Sondereffekt verzerrt den Vergleich. Rund 100 Millionen Dollar Umsatz verschoben sich aus dem Schlussquartal in das erste Quartal. Ohne diesen Effekt hätte Zoetis global einen organischen Rückgang von 5 Prozent ausgewiesen.

Das Management reagiert mit einem Kosten- und Produktivitätsprogramm. Zoetis will Ausgaben straffen, Einkauf und Abläufe verbessern und die Ergebnisrechnung wieder stärker hebeln.

Auch Analysten haben nachgezogen. UBS senkte das Kursziel auf 99 Dollar, Stifel auf 105 Dollar und JPMorgan auf 130 Dollar. Die durchschnittliche Zielmarke fiel auf 136 Dollar.

Der Kernkonflikt bleibt das US-Haustiergeschäft. Generika drücken auf ältere Medikamente, während die Nachfrage nach nicht dringenden Behandlungen weniger stabil wirkt als früher erhofft. Die Pipeline mit mehr als zwölf möglichen Blockbustern hilft dem langfristigen Bild. Kurzfristig muss Zoetis aber zeigen, dass Cytopoint, Diagnostikprodukte und das starke Nutztiergeschäft die Lücke füllen können.

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