Zoetis kämpft an mehreren Fronten. Der Weltmarktführer für Tiergesundheit enttäuschte zuletzt mit schwachen Zahlen und einer gesenkten Prognose. Nun folgt juristischer Ärger: Eine US-Kanzlei prüft Vorwürfe wegen Wertpapierbetrugs.
Juristische Prüfung nach Kurssturz
Die Kanzlei Frank R. Cruz leitete Mitte Mai eine Untersuchung gegen das Unternehmen ein. Auslöser war der heftige Kurssturz vom 7. Mai. Die Aktie verlor damals innerhalb eines Tages rund 21,5 Prozent an Wert.
Hintergrund sind die enttäuschenden Zahlen für das erste Quartal. Zoetis erwirtschaftete einen Umsatz von 2,26 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten im Vorfeld mit 2,30 Milliarden US-Dollar gerechnet.
Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 1,53 US-Dollar ebenfalls unter den Erwartungen. Das Management kürzte daraufhin die Jahresprognose auf 6,85 bis 7,00 US-Dollar je Aktie. Als Grund nannte der Vorstand eine zunehmende Preissensibilität bei Haustierbesitzern.
Analysten senken den Daumen
Die Reaktion am Markt fiel drastisch aus. Mehrere Banken strichen ihre Kursziele zusammen. Morgan Stanley senkte den Zielwert etwa von 160 auf 115 US-Dollar.
UBS sieht das Potenzial sogar nur noch bei 99 US-Dollar. Im Monatsvergleich verzeichnete die Aktie ein Minus von fast 38 Prozent. Mit aktuell 63,82 Euro notiert das Papier nur knapp über seinem Jahrestief.
Einige Insider nutzen das niedrige Niveau für Zukäufe. Drei Mitglieder des Verwaltungsrats erwarben im Mai Aktien zu Preisen zwischen 75 und 78 US-Dollar. Sie setzen damit ein Zeichen gegen den allgemeinen Abwärtstrend.
Institutionelle Investoren zeigen hingegen ein gemischtes Bild. Während einige Fonds ihre Positionen deutlich abbauten, stockten Adressen wie Nordea Investment Management ihre Anteile auf.
Der Fokus liegt nun auf der Stabilisierung des operativen Geschäfts. Sollte sich die Preissensibilität der Kunden verfestigen, drohen weitere Korrekturen der Gewinnziele. Die juristische Aufarbeitung der Betrugsvorwürfe dürfte die Aktie zusätzlich belasten.
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