Zscaler richtet seine Sicherheitsarchitektur gezielt auf künstliche Intelligenz aus. Das Unternehmen stellte am 9. September seine Plattform Agentic SOC vor. Das System soll automatisierte Angriffe mit Maschinengeschwindigkeit erkennen, analysieren und abwehren. Dafür nutzt die Plattform autonome Agenten sowie Modelle von Anthropic und OpenAI.

Hinter dem Produktvorstoß steht eine veränderte Bedrohungslage in Unternehmensnetzwerken. CEO Jay Chaudhry zeigte sich optimistisch für die neue Zero-Trust-Architektur für KI-Agenten. Kriminelle Akteure setzen zunehmend selbst auf automatisierte Werkzeuge. Die Abwehr erfordert daher Lösungen, die ohne zeitliche Verzögerung eingreifen können.

Über die technologische Ausrichtung informierte das Management auf Fachkonferenzen von Goldman Sachs und Citi. Den operativen Rahmen bildeten die Jahreszahlen, die Zscaler vor rund zwei Wochen vorlegte. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2026 kletterte der Umsatz um 25 Prozent auf $3.353M.

Robuste Finanzbasis und strategische Pläne

Die Ausweitung auf softwaregestützte Plattformen soll die Marktposition bei Großkunden festigen. Neben dem Ausbau der Abwehrsysteme profitiert das Geschäftsmodell von langfristigen Verträgen. Das Management setzt darauf, dass die Integration moderner Softwareagenten den Kundennutzen erhöht und die Bindung stärkt.

Für das anstehende Geschäftsjahr stellte der Vorstand vor rund zwei Wochen Erlöse zwischen $3.91B und $3.94B in Aussicht. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll eine Spanne von bis zu $4.90 erreichen.

Parallel zu den operativen Zielen regelt das Unternehmen die Ausgabe von Belegschaftsaktien. Entsprechende Registrierungsunterlagen wurden bei der US-Börsenaufsicht SEC hinterlegt. Diese Schritte dienen der Umsetzung bestehender Vergütungsprogramme für Mitarbeiter.

Transaktionen in der Führungsetage

Aus Mitteilungen an die SEC gehen zudem jüngste Transaktionen von Führungskräften hervor. Zuvor wurden CFO Kevin Rubin am 15. September erfolgsabhängige Bezugsrechte gutgeschrieben. Am 17. September veräußerte Chief Product Officer Adam Geller 4.584 Anteile im Rahmen eines Handelsplans. Am Montag trennte sich Chief Legal Officer Robert Schlossman von 5.394 Aktien.

Solche Verkäufe über vorab festgelegte Handelspläne sind in der US-Technologiebranche üblich. Sie dienen Führungskräften häufig zur Diversifikation ihrer Vermögen. Am Markt werden solche Transaktionen daher meist gelassen aufgenommen.

An den Handelsplätzen zeigt sich das Papier gefestigt. Am Dienstag ging die Aktie mit einem Schlusskurs von 183,10 € aus dem Handel. Das entsprach einem Tagesplus von 1,3 Prozent.