Der Geschäftserfolg basiert auf dem Vertrauen der Kunden

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Vertrauen gilt gemeinhin als Schlüsselkategorie jedes wirtschaftlichen Handelns. In der täglichen Berichterstattung findet man allerorts Hinweise auf das Bemühen von Unternehmen, Vertrauen in ihren wirtschaftlichen Beziehungen herzustellen. Offene Spielregeln sind entscheidend, wenn es darum geht, Kunden und solche, die es noch werden könnten, von sich zu überzeugen. Das ist in der Wirtschaft täglich sicht- und spürbar.

Vertrauen ist der Kern des Geldes

Ein Bereich, in dem das Vertrauen der Kunden in ein Unternehmen besonders greifbar wird, sind Geldgeschäfte jeder Art. Das ist kein Wunder, schließlich basiert schon das Finanzsystem fast ausschließlich darauf.

Die sogenannte Geldschöpfung entsteht aus dem Kreditsystem. Banken können ihr Geschäftsmodell nur deshalb zum Laufen bringen, weil ihnen das Teilreserve-System erlaubt, nur einen Teil ihrer Gelder als physische Währung vorzuhalten. Ihre Kunden vertrauen darauf, dass sie ihr Erspartes jederzeit zurückerhalten, daher können Banken wesentlich mehr Gelder verleihen, als sie als Einlagen erhalten.

Rein digitale Zahlungslösungen, wie beispielsweise jene von PayPal, halten umfangreiche Guthaben ihrer Kunden, die zur Zahlung im Netz verwendet werden. Auch hier ist Vertrauen in den Anbieter alles, sonst würde die schnelle Transaktion im Internet gar nicht erst existieren. Längst arbeiten diese Anbieter ebenfalls mit einer Banklizenz und sind daher einer strengen Aufsicht unterworfen.

Das gilt auch für Spieleanbieter im Internet. Wer bei internationalen Anbietern wie PokerStars Online Poker Echtgeld ausprobieren möchte, eröffnet ein Spielerkonto. Dort bezahlt er Geld ein und vertraut darauf, dass er dieses Guthaben nutzen kann. Dieses Grundvertrauen wird von starken Marken zunächst erarbeitet. Gleichzeitig sorgen die Regulierungsbehörden und ihre Lizenzen dafür, dass alles wie gewünscht abläuft.

Spieler- und Kontoguthaben befinden sich auf separaten Konten und werden nicht für den Betrieb des Anbieters genutzt. Diese Offenheit im Geschäftsbetrieb und in der Kommunikation legt die Basis für das Kundenvertrauen, das einen geregelten Geschäftsbetrieb ermöglicht.

Finanzkrisen führen zum Vertrauensverlust

Eine florierende Wirtschaft ist keine Selbstverständlichkeit, denn Vertrauen spielt eine große Rolle. Welche Auswirkungen fehlendes Vertrauen haben kann, zeigte die Finanzkrise 2007, ausgelöst durch den Kollaps der Investmentbank Lehman Brothers. Zunächst verloren die Banken untereinander das Vertrauen, der Geldkreislauf kam dadurch beinahe zum Erliegen. In Folge begannen die Menschen Bargeld zu horten und traten bei ihrem Konsum auf die Bremse.

Erst als die Krise bewältigt war, sprangen die Wirtschaft und ihre Umsätze wieder an. Konsumenten benötigen die Zuversicht, dass alles funktioniert. Nur dann sind sie gewillt, einem Unternehmen ihr Vertrauen zu schenken und Geld auszugeben. Immerhin handelt es sich bei jedem Geschäft auch um eine Abfolge von Verpflichtungen.

Kunden müssen darauf vertrauen können, dass ihr Partner seinen Verpflichtungen nachkommt. Das gilt für die Lieferung von Waren ebenso wie für Dienstleistungen oder die Verwahrung von Geld.

Stabilität, Glaubwürdigkeit und Qualität

Doch dieses Vertrauen müssen sich Unternehmen zuvor hart erarbeiten. Es reicht dabei nicht aus, auf Transparenz und Kontrollen zu setzen, wichtig ist es darüber hinaus tagtäglich an seiner öffentlichen Reputation zu arbeiten. Das kann durch Stabilität, Glaubwürdigkeit und Qualität der Leistung passieren, muss jedoch ebenso von gutem Marketing unterstützt werden. Nicht umsonst werben zahlreiche Unternehmen mit dem Begriff „Vertrauen“.

Sie wissen, dass dieses ein elementarer Bestandteil langfristiger Geschäftsbeziehungen ist. Gute Unternehmen erwerben mit der Zeit einen Vertrauensvorschuss. Dieser basiert auf langen und guten Erfahrungen der Kunden, doch er muss immer wieder aufs Neue gerechtfertigt und bestätigt werden. Der Wirtschaft scheint dies gut zu gelingen, wie eine weltweite Studie im Vorjahr unter Beweis stellte.

Höchste Zustimmungswerte

Sie fand heraus, dass das Vertrauen in die Wirtschaft weltweit am höchsten ist. Ihr traut man am ehesten noch Lösungen zu. Erstaunlich dabei war, dass die Wirtschaft sogar ein höheres Ansehen genießt als Nichtregierungsorganisationen (NGOs). Die Regierungen selbst und die Medien befanden sich im Ranking schon deutlich dahinter.

Ruhiger DAX-Handel zum Wochenausklang
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An der Umfrage nahmen insgesamt 33.000 Menschen in 28 Ländern der Welt teil. In Europa war neben Frankreich und Großbritannien unter anderem auch Deutschland mit dabei. Im Schnitt gaben 61 Prozent der Studienteilnehmer an, der Wirtschaft zu vertrauen. NGOs erreichten einen Wert von 57 %, Regierungen 53 % und Medien gar nur 51 %.

Im Detail zeigte sich, dass das Vertrauen der Bevölkerung in die Lösungskompetenz der Wirtschaft in Indien und Indonesien besonders hoch ist. Dort erreichten die Unternehmen Werte von 82, bzw. 78 Prozent. Dieser Vertrauensbonus ist ein höchst wertvolles Gut. Richtig ausgespielt, kann er mithelfen, den Geschäftserfolg zu fördern.

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