Millennials & GenZ vs. Baby-Boomer: Risikobereitschaft bei Trading und Online-Casinos

Börse und Casino-Aktien
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Inwiefern unterscheidet sich die Risikobereitschaft der GenZ und den Millennials von denen der sog. Baby-Boomer? Was für ein Verhalten legen sie im Bereich Trading und Online-Casinos an den Tag? Was sind mögliche Gründe für ihre Geldinvestitionen?

Besonders das Trading scheint bei den jüngeren Generationen als zusätzliche Lebensabsicherung zu fungieren oder aber für einen Adrenalinkick zu sorgen. Dennoch traden sie nicht einfach blind drauf los, sondern verlassen sich auf externe Quellen, und investieren überwiegend in Anlagen, die dem Bereich Nachhaltigkeit eingeordnet werden können. Welche Mittel Millennials und die GenZ dabei genau verwenden und warum genau diese genutzt werden, werden wir im folgenden Artikel für Sie erläutern.

Millennials und vor allem die GenZ wuchsen mit Technologie und Smartphones auf. Ein bequemer Luxus, den Boomer nicht hatten

Die Verfügbarkeit der verschiedensten technischen Geräte, wie Computer, Smartphone und Tablet ermöglichen das Abrufen von Informationen binnen weniger Sekunden. Ebenfalls können Erfahrungswerte miteinander geteilt und diskutiert werden. Alles Sachen, die früher nicht selbstverständlich oder zumindest nicht so einfach zugänglich waren. Für solche Gespräche musste man sich damals noch persönlich treffen. Diese überquellende Verfügbarkeit von Informationen nutzen Millennials und die GenZ gerne zu ihrem Vorteil, wenn es um Trading geht. In Foren kann man sich einfach über mögliche Entwicklungen von verschiedenen Trends austauschen und die daraus resultierenden Ergebnisse dafür nutzen, um das nächste Investment zu starten. Des Weiteren erleichtern es einem heutzutage die verschiedensten Apps den ersten Schritt in das Trading zu wagen. Doch nicht nur Apps, sondern auch Videos auf Plattformen wie Youtube ermöglichen den jüngeren Generationen ausführliche Einblicke in die Themengebiete rund um Aktien und andere Investmentmöglichkeiten.

Boomer hingegen bevorzugen es, ihre Investments vermehrt über einen traditionellen Weg zu tätigen

Der Gang zur Börse scheint für die ältere Generation weniger ein Problem zu sein, wie für Millennials und die GenZ. Daraus anfallender Papierkram löst weniger Unlust aus, als es bei den jüngeren Generationen der Fall ist. Immer soll alles schnell und unkompliziert gehen, wie es auch beim Online-Shopping üblich ist. Nur wenige Mausklicke hier, eine flotte Anmeldung durch das gespeicherte Passwort bei Paypal da und – Zack! – schon ist der Einkauf getätigt. Nichts mit rausgehen oder unnötig durch die Geschäfte tummeln, um sich die Ware anzusehen, wenn es auch einfacher und geschwinder geht. Immerhin leben wir nach wie vor in einer schnelllebigen Zeit, bei der es beinahe einer Zumutung zugleich kommt, sollte man mal einen Tag länger auf das lang ersehnte, aber erst gestern bestellte Paket warten. Dieses Beispiel lässt sich prima auf das Verhalten der Millennials und der GenZ beim Trading anwenden. Sie haben meist nur wenig Geduld, um – im Gegensatz zu den Boomern – in langatmigere Investments Energie zu stecken. Im besten Falle kaufen sich die jüngeren Generationen Aktien ein, die sie am nächsten Tag direkt wieder – selbstverständlich mit einem großen Profit – verkaufen können. Boomer dagegen sind im Allgemeinen wesentlich weniger risikobereit und greifen lieber auf Anlagen zurück, die über Zeit allmählich, aber sicher, Gewinn generieren.

Was bedeutet dies allerdings nun für die Risikobereitschaft sowohl für die ältere, aber auch die jüngere Generation?

Studien im Bereich Arbeit und Arbeitsmentalität zeigen, dass sich Millennials und die GenZ wesentlich mehr Risiken einzugehen trauen als Boomer. Dies könnte auf ihre pessimistische Sicht gegenüber ihrer und der Zukunft des Planeten oder einer gewissen Naivität zurückzuführen sein. Dennoch: Die Risikobereitschaft zieht sich nicht nur durch die verschiedenen Bereiche, die das Trading zu bieten hat, sondern spiegelt sich ebenso im Verhalten gegenüber Kryptowährungen und Online-Casinos wider. Besonders Online Casino Plattformen bemühen sich, die Attraktivität gegenüber Millennials und der GenZ zu steigern, indem sie ihre Zahlungsmethoden vereinfachen und ebenfalls das unkomplizierte Zahlen mit beispielsweise Bitcoins ermöglichen. Bekanntermaßen ist es eine heikle Angelegenheit, sich an Glücksspielen zu beteiligen, jedoch bietet auch das Trading und das Handeln mit Bitcoins ein erhöhtes Risiko, sein Vermögen zu verlieren. Demnach unterscheiden sich beide Konzepte – und somit die steigende Attraktivität gegenüber Millennials und der GenZ – gar nicht so signifikant voneinander. Natürlich nutzen auch Boomer nach wie vor Online-Casinos, allerdings ist es für sie oftmals nicht sonderlich relevant, wie viele unterschiedliche Zahlungsmethoden, die einem das Leben bequemer machen könnten, zur Verfügung stehen. Auch hier greifen sie gerne auf traditionelle Methoden zurück und möchten häufig keine Angebote, die Veränderungen hervorrufen, wahrnehmen.

Neben dem Wahrnehmen von den vorhandenen Angeboten der Online-Casinos und Trading Diensten entwickeln Millennials und die GenZ eigene Taktiken, um Aktien aktiv zu beeinflussen

Dies zeigt der Boom der GameStop Aktie seit 2020 sehr gut. Sie wurde lediglich durch einen Subreddit auf Reddit geplant, angefeuert und ausgeführt. Dabei haben sich mehrere User zusammengeschlossen, um zeitgleich einen Kauf der Aktie zu tätigen. Alles in der Hoffnung, dass ihr Plan aufgeht und sie ihr Investment möglicherweise vermehren können. Aktionen wie diese sind mit einem äußerst hohen Risiko verbunden, da einfach keine Garantie für einen Erfolg besteht. Bestimmt reizt der Zusammenhalt der Community, die Erwartungshaltung und mit Sicherheit ebenso der Ausblick auf leicht gemachtes Geld viele junge Menschen dabei. Etwas gemeinsam anpacken. Etwas gemeinsam verändern! Das scheint das allgemeine Motto der Millennials und der GenZ zu sein, welches weit über die Grenzen des Tradings hinaus geht wie auch die „Fridays for Future“ zeigen. Die jungen Menschen möchten aktiv etwas an den trüben Aussichten ihrer Zukunft ändern und scheinen dabei vor nichts zurückzuscheuen. Dies ist im Hinblick auf das Trading jedoch ein gefährlicher Trend, da ähnliche Aktionen auch sehr schnell nach hinten losgehen können. Sollten es die Börsen nicht hergeben, dann könnten Millennials und die GenZ auch schnell ihr gesamtes Kapital verlieren. Daher sollte man solche Geschichten immer mit einer gewissen Vorsicht betrachten und es sich lieber noch einmal durch den Kopf gehen lassen, bevor man solch ein Investment tätigt.

Oft ist für Millennials und die GenZ ein Investment nicht nur ein Investment

Millennials und die GenZ legen einen gewissen Wert darauf, dass sich die Investition ihrer Geldanlagen mit ihren eigenen Moralvorstellungen decken. So haben sie die Nase vorne bei Investments aus dem Bereich „Environmental, Social and Governance“ (kurz: ESC). 

Ebenso zeigen Millennials großes Interesse an „Impact Investing“ – ein Portfolio bestehend aus Anlagen, die der Umwelt nutzen, zeitgleich jedoch auch finanzielle Gewinne erzielen sollen. 

Darüber hinaus nutzen Millennials ihr Geld gerne für Vorsorgeinvestitionen. Möglicherweise ist dieses Verhalten ebenfalls auf ihr eher negatives Bild gegenüber ihrer Zukunft zurückzuführen. Dabei achten sie trotzdem darauf, dass diese Investitionen mit ihren ethischen Vorstellungen übereinstimmen. Ganz im Gegenteil zu Boomern, die oftmals nicht wirklich darauf achten, ob ihre Investitionen beispielsweise auch im Bereich Öl oder Waffen einen Einfluss haben. 

Neben diesen Formen der Investition sind auch Meme-Aktien (Aktien im Online Trend) bei der jüngeren Generation sehr beliebt. Sowohl Millennials als auch die GenZ holen sich dabei gerne Tipps von Sozial-Media Kanälen, bevor sie ihre nächsten Anlagen kaufen. Ein Beispiel dafür wäre die zuvor genannte GameStop Aktie, welche ebenfalls durch einen künstlich generierten Hype an Wert gewann. Auch Kryptowährungen stehen bei den jungen Leuten weit oben auf der Liste ihrer Trading Investments. Bei den Millennials fällt vermehrt das Interesse ebenfalls auf non-fungible Tokens (Kurz: NFTs).

Es lässt sich demnach also sagen, dass Millennials und die GenZ wesentlich empfänglicher für Risiken sind, um schnell Ergebnisse ihrer Investitionen zu sehen

Trotz ihrer höheren Risikobereitschaft achten sie allerdings vermehrt darauf, dass ihre Investments keinen negativen Einfluss auf die Umwelt haben. Dieses Bewusstsein für den Planeten wird der jüngeren Generation in anderen Bereichen ebenfalls zugutekommen und könnte auch bei Boomern ein Umdenken anfeuern.

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