Die Rheinmetall-Aktie verlor am Freitag 1,59 % und stand zum Handelsschluss bei 1.154,60 Euro. Auf Wochensicht ergibt sich ein Minus von 2,3 %, was aktuell weiter zeigt, dass die Rheinmetall nicht vorankommt. Analysten erwarten einen Kurs (bzw. ein Kursziel) von im Mittel mehr als 1.650 Euro. Die Aktie schafft es derzeit einfach nicht, den Hebel umzulegen. Die Chance darauf wäre jedoch vergleichsweise groß, denn die Auftragslage verbessert sich weiter.

Rheinmetall investiert in Nordhessen

Rheinmetall will mehr als 260 Mio. Euro in die Panzerproduktion in Kassel investieren und über 1.000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Ein wesentlicher Teil der Rheinmetall-Investitionen fließt in ein neues Testzentrum für Drohnen. Der Standort soll damit nicht ausschließlich klassische Fahrzeugproduktion abdecken, sondern auch Erprobungsmöglichkeiten für unbemannte militärische Systeme bereitstellen. Das Projekt erweitert die technologische Infrastruktur des Konzerns um ein Geschäftsfeld, dessen Bedeutung für moderne Streitkräfte stark zugenommen hat.

Auch die bestehenden Kasseler Kapazitäten werden ausgebaut. Das dortige Werk gilt als größtes Panzerwerk Europas. Die Belegschaft soll von aktuell rund 2.200 auf 3.000 Mitarbeiter bis Ende 2028 wachsen. Zusätzlich entsteht bis Ende 2027 ein rund 30.000 Quadratmeter großes Logistikzentrum.

Hinter dieser Expansion steht ein deutlich gewachsenes Rüstungsgeschäft. Rheinmetall steigerte 2025 den Umsatz um 29 % auf 9,9 Mrd. Euro und den Gewinn um 32 %. Der Auftragsbestand überschritt im vergangenen Quartal 80 Mrd. Euro und entsprach damit ungefähr dem Achtfachen des damaligen Jahresumsatzes. Im laufenden Jahr soll der Umsatz sogar auf ca. 13,7 bis 14,2 Mrd. Euro klettern, der Auftragsbestand dann sogar auf 100 Mrd. Euro. Die Vorzeichen sind für Analysten noch immer stark.