Der Hunger nach Kupfer wächst. Großprojekte in Chile und eine steigende Nachfrage durch Künstliche Intelligenz treiben den Sektor massiv an. Investoren setzen verstärkt auf die physische Basis der globalen Elektrifizierung.

BHP Group hat in Chile eine wichtige Hürde genommen. Die zuständige Umweltbehörde genehmigte erste Arbeiten für den Ausbau der Escondida-Mine. Das gesamte Vorhaben erfordert Investitionen von bis zu 14,7 Milliarden Dollar.

In der ersten Phase fließen rund 1,3 Milliarden Dollar in die Modernisierung. BHP will damit die Stromversorgung und Anlagen zur Laugung verbessern. Das Ziel ist ehrgeizig: Die globale Kupferproduktion des Konzerns soll bis Mitte der 2030er-Jahre auf zwei Millionen Tonnen steigen.

Parallel dazu blicken Analysten optimistisch auf Antofagasta. J.P. Morgan stufte das Bergbauunternehmen auf „Overweight“ hoch. Die Experten setzen dabei auf das Centinela-Projekt, das einen Produktionssprung von 30 Prozent bis zum Jahr 2028 ermöglichen soll.

Der Global X Copper Miners ETF profitiert unmittelbar von diesen Entwicklungen. Allein im ersten Halbjahr 2026 flossen fast zwei Milliarden Dollar an frischem Kapital in den Fonds. Das verwaltete Vermögen stieg damit auf 7,76 Milliarden Dollar.

Investoren nutzen Kupfer zunehmend als indirektes Investment in den KI-Boom. Hochleistungsrechner benötigen für ihre elektrische Infrastruktur gewaltige Mengen des Metalls. Derweil steuert der Weltmarkt 2026 auf ein Angebotsdefizit von etwa 35.000 Tonnen zu.

Nach einem Kursrückgang von über 12 Prozent im Juni stabilisiert sich die Lage. Schwergewichte wie Freeport-McMoRan und Anglo American stützen aktuell den Fondspreis. Die strukturelle Nachfrage durch die globale Dekarbonisierung bleibt das zentrale Motiv für den Markt.