Ein Jubiläum mit gemischten Gefühlen. Der VanEck Gold Miners ETF feiert am heutigen Dienstag sein 20-jähriges Bestehen an der NYSE Arca. Zur Feier des Tages läutete VanEck die Eröffnungsglocke. Doch der Kurs gibt wenig Grund zum Feiern.

Das Papier notiert bei 116,55 AUD und verliert damit 2,50 Prozent zum Vortagsschluss (119,54 AUD). Auf Wochensicht summiert sich das Minus auf 6,20 Prozent, über 30 Tage sind es 7,42 Prozent. Der RSI liegt bei 40,6 – noch kein klassischer Ausverkauf, aber die Tendenz ist klar.

Gold im Bärenmarkt

Die Entwicklung des ETFs spiegelt die Schwäche des Edelmetalls selbst wider. Gold steckt in einem Bärenmarkt fest. Der größte goldbesicherte ETF handelt 22 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch – Stand Mitte Juni. Der VanEck Gold Miners ETF liegt sogar rund 25 Prozent unter dem Jahreshöchstkurs.

Goldminenaktien reagieren heftiger auf Goldpreisbewegungen als das Metall selbst. Sie verstärken Ausschläge nach oben, aber vor allem nach unten. Neue Impulse kommen von der US-Notenbank. Die Fed hielt die Zinsen auf ihrer Juni-Sitzung stabil – und deutete eine mögliche Zinserhöhung später im Jahr an. Für das zinzlose Gold sind steigende Zinsen Gift.

Ölpreis als Hoffnungsschimmer

Analysten sehen dennoch Lichtblicke. Die Fundamentaldaten größerer Goldproduzenten seien solide, heißt es. 2025 hätten viele Minengesellschaften ihre Margen verbessern können, bei steigenden Umsätzen und höherer Eigenkapitalrendite. Hinzu kommt ein möglicher Rückgang der Ölpreise. Sinkende Energiepreise entlasten dieselabhängige Minen direkt. Das könnte die Kosten senken – während der Goldpreis selbst auf der Stelle tritt.

Der VanEck Gold Miners ETF investiert weltweit in Gold- und Silberminen. Der zugrunde liegende Index umfasst Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung über 150 Millionen Dollar. Einzelwerte sind auf 20 Prozent des Fondsvolumens gedeckelt. Die Neugewichtung erfolgt vierteljährlich.

Ob das 20. Jubiläumsjahr für Anleger ein gutes wird, entscheidet sich an den Rohstoffmärkten. Fed-Sitzungen und Ölpreise bleiben die bestimmenden Faktoren. Der Goldpreis muss zuerst den Bärenmarkt hinter sich lassen – dann können auch die Minenaktien wieder durchstarten.