Der US-Arbeitsmarkt kühlt deutlich schneller ab als erwartet. Nur 57.000 neue Stellen meldete die US-Regierung für den Juni. Analysten hatten im Vorfeld mit mindestens 110.000 neuen Positionen gerechnet.

Die Arbeitslosenquote stieg parallel dazu auf 4,2 Prozent. Diese Daten verändern die Erwartungen an die künftige Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve grundlegend. Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September sank massiv.

Aktuell taxiert der Markt die Chance für diesen Schritt auf nur noch rund 52 Prozent. Der US-Dollar-Index gab daraufhin auf 100,85 Punkte nach. Dies war der stärkste wöchentliche Rückgang seit April.

Edelmetalle reagieren mit Kurssprung

Davon profitiert vor allem der Goldpreis. Die Feinunze kletterte im Zuge der Arbeitsmarktdaten über 4.185 US-Dollar. Damit verzeichnete das Edelmetall den ersten Wochengewinn seit über einem Monat.

Silber folgte diesem Trend mit einem Sprung von sieben Prozent auf über 62 US-Dollar. Das Gold-Silber-Verhältnis verringerte sich dadurch auf einen Wert von 66,9. Der VanEck Gold Miners ETF steht nun im Zentrum dieser Erholung.

Trotz der aktuellen Dynamik notiert der Fonds seit Jahresbeginn noch rund 8,5 Prozent im Minus. Gold hatte zuvor seit seinem Januar-Hoch bei 5.595 US-Dollar fast 30 Prozent an Wert verloren. Nun deutet sich eine Trendwende an.

Einzelwerte stabilisieren das Portfolio

Innerhalb des ETFs zeigten wichtige Schwergewichte zuletzt deutliche Lebenszeichen. Branchenriese Newmont sicherte sich staatliche Unterstützung über 500 Millionen Kanadische Dollar für ein Kupfer-Gold-Projekt. Alamos Gold vermeldete positive Bohrergebnisse auf seinem Island-Gold-Gelände.

Die Investmentbank JPMorgan passte ihre Prognose für den Goldpreis bereits an. Die Analysten erwarten für das dritte Quartal 2026 einen Durchschnittspreis von 4.300 US-Dollar. Käufe durch Zentralbanken bleiben eine wichtige Stütze für dieses Szenario.

Im Juni flossen zwar noch drei Milliarden US-Dollar aus dem breiteren Gold-ETF-Sektor ab. Die veränderten Zinserwartungen könnten diesen Kapitalabzug nun stoppen. Junior-Minen liegen im Vergleich zum Hauptindex mit 9,1 Prozent Minus im bisherigen Jahresverlauf noch leicht zurück.

US-Inflation rückt ins Blickfeld

Am 8. Juli veröffentlicht die Federal Reserve die Protokolle ihrer letzten Sitzung. Marktteilnehmer suchen dort nach weiteren Hinweisen auf eine weniger restriktive Geldpolitik. Kurz darauf folgt der neue US-Verbraucherpreisindex.

Diese Inflationsdaten entscheiden darüber, ob die Zinsangst dauerhaft weicht. Hält der Goldpreis das Niveau um 4.200 US-Dollar, dürften die Minenaktien im VanEck-Portfolio ihren Vorsprung gegenüber dem Gesamtmarkt weiter ausbauen.