Der VanEck Gold Miners ETF hat am Freitag eine volatile Woche mit einem leichten Plus beendet. Der Fonds gewann 1,59 Prozent und schloss bei 112,92 AUD.

Zuvor hatte der ETF eine schmerzhafte Phase durchlaufen. Innerhalb von sieben Tagen fiel der Kurs um 7,80 Prozent. Auslöser waren veränderte Erwartungen an die US-Geldpolitik und ein erstarkender Dollar.

Verbrauchervertrauen gibt Stütze

Der Umschwung am Freitag kam überraschend. Das vorläufige University of Michigan Verbrauchervertrauen für Juni lag bei 48,9 Punkten – deutlich über der Prognose von 46 und besser als der Mai-Endwert von 44,8.

Parallel dazu sanken die Ein-Jahres-Inflationserwartungen leicht auf 4,6 Prozent. Diese Kombination aus besserer Stimmung und abkühlenden Inflationsaussichten verschaffte Gold eine Atempause. Der Goldpreis hatte unter der Woche ein Siebenmonatstief bei 4.023 Dollar je Unze erreicht, stabilisierte sich bis Freitag aber um die Marke von 4.200 Dollar.

Die Botschaft der US-Notenbank – höhere Zinsen für längere Zeit – bleibt zwar das dominierende Thema. Doch die neuen Daten durchbrachen kurzzeitig den Abwärtssog, den der starke US-Arbeitsmarktbericht der Vorwoche ausgelöst hatte.

Geopolitische Entspannung drückt Gold

Eine weitere Belastung kam von der geopolitischen Bühne. Berichte über Fortschritte bei einer möglichen Vereinbarung zwischen den USA und Iran dämpften die Nachfrage nach sicheren Häfen.

Die Aussicht auf eine Deeskalation trieb zwar die Aktienmärkte an. Für Gold bedeutete sie jedoch einen geringeren Risikoaufschlag. Die 30-Tage-Volatilität des ETF liegt annualisiert bei 42,85 Prozent. Ein Zeichen für die anhaltende Nervosität der Anleger.

Schwergewichte stützen die Erholung

Die beiden größten Positionen im Fonds gaben am Freitag die Richtung vor. Newmont Corporation legte um 2,71 Prozent zu und erholte sich damit von einem Neunwochentief. Das Unternehmen setzt nach der Integration seiner jüngsten Akquisitionen weiterhin auf sogenannte Tier-One-Assets in Nordamerika und Australien.

Barrick Gold stieg um 2,81 Prozent. Am 12. Juni veröffentlichte der Konzern seinen Nachhaltigkeitsbericht 2025. Darin hebt Barrick die operative Leistung und die Ausbaupläne im Kupfer- und Goldsegment hervor.

Blick auf die neue Handelswoche

Ab dem 15. Juni steht der ETF vor einem entscheidenden Test. Die technischen Indikatoren deuten auf eine anhaltende Korrektur hin. Der RSI für Gold pendelt nahe 35 – im Bereich überverkauft.

Tradende beobachten genau, ob der Goldpreis die Marke von 4.200 Dollar halten kann. Der Fokus richtet sich auf Äußerungen aus der US-Notenbank und die Reaktion auf die jüngsten Inflationsdaten.

Der Markt preist hohe Zinsen bis mindestens Ende 2026 ein. Für die Minenbetreiber bedeutet das: Gold, Öl, Dollar, Realzinsen – zu viele Unbekannte. Die Kursschwankungen der vergangenen Woche dürften daher nicht die letzten gewesen sein.