Kapital fließt weiter in Halbleiterwerte, obwohl die Kurse zuletzt wackeln. Der VanEck Semiconductor UCITS ETF verbuchte binnen fünf Handelstagen Nettozuflüsse von 629,49 Millionen Dollar. Das ist bemerkenswert, weil die kurzfristige Performance nicht sauber zur Nachfrage passt.
Am Freitag schloss der ETF bei 86,74 Euro und verlor auf Tagessicht 3,62 Prozent. Auf Monatssicht steht dennoch ein Plus von 27,88 Prozent zu Buche. Die Bewegung wirkt damit weniger wie ein Trendbruch, eher wie eine Abkühlung nach einem schnellen Lauf.
Seit Jahresanfang liegt der ETF 57,82 Prozent im Plus. Der RSI von 71,2 signalisiert eine technisch überhitzte Lage. Kein Wunder, dass Gewinnmitnahmen schneller durchschlagen.
Nvidia bleibt der Taktgeber
Der Fonds bildet einen Index für US-gelistete Halbleiter- und Ausrüsterwerte nach, mit ESG-Filter und vollständiger Replikation. Dividenden werden im Fonds wiederangelegt. Die stärksten Impulse kommen weiter von Schwergewichten wie Nvidia, TSMC und Intel.
Bei Nvidia rückt der 20. Mai näher. Dann legt der Konzern Zahlen für das erste Geschäftsquartal vor. Die Aktie liegt 2026 bisher rund 22 Prozent im Plus, getragen von der Nachfrage nach KI-Grafikprozessoren.
Hinzu kommt ein strategischer Faktor. Nvidia baut sein KI-Ökosystem über Beteiligungen aus und profitiert von US-Freigaben für bestimmte chinesische Käufer seiner H200-Chips. Damit bleibt der Konzern einer der wichtigsten Stimmungstreiber im gesamten Halbleitersegment.
TSMC stark, Intel umstritten
TSMC hat nach Rekordständen etwas nachgegeben, bleibt aber fundamental stark. Die Aktie kommt 2026 weiterhin auf ein Plus von knapp 38 Prozent. Der Konzern meldete robuste Quartalszahlen, kündigte eine höhere Dividende an und plant mehr als 50 Milliarden Dollar für den weltweiten Kapazitätsausbau.
Ein Schwerpunkt liegt in Arizona. Das passt zur breiteren Verschiebung der Chipproduktion, bei der geopolitische Risiken und Lieferketten stärker in die Bewertung einfließen. Für einen Halbleiter-ETF zählt nicht nur Nachfrage, sondern auch Produktionssicherheit.
Intel liefert ein anderes Bild. Die Aktie hat seit Jahresanfang mehr als 200 Prozent gewonnen, bleibt operativ aber unter Beobachtung. Im Servergeschäft drücken AMD und Arm, während Details zum Foundry-Deal mit Apple zunächst eher auf einfachere, ältere Chips hindeuten.
Hohe Bewertung, hohe Erwartungen
Die Fondsstruktur begrenzt das Gewicht einzelner Unternehmen auf 10 Prozent. Das reduziert Klumpenrisiken in einem konzentrierten Sektor, ändert aber nichts an der hohen Bewertung. Zuletzt lag das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei 45,37, das Kurs-Buchwert-Verhältnis bei 10,27.
Damit steckt im ETF bereits viel Optimismus. Künstliche Intelligenz, Rechenzentren und neue Chipgenerationen liefern die Wachstumsstory. Kurzfristig reicht das aber nicht immer, um Bewertungsdruck abzufedern.
Der nächste konkrete Prüfpunkt ist Nvidia am 20. Mai. Starke Aussagen zur KI-Nachfrage könnten den Zufluss in Halbleiter-ETFs stützen; enttäuschende Margen oder vorsichtige Lieferprognosen würden den jüngsten Rücksetzer bei 86,74 Euro in ein anderes Licht rücken.
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