Micron knackt die 700-Milliarden-Dollar-Marke. AMD verdoppelt seinen Datencenter-Umsatz. Cerebras Systems feiert den größten Tech-Börsengang seit Uber. Für den VanEck Semiconductor UCITS ETF war die vergangene Woche eine Konzentration der Kräfte, die den Halbleitersektor 2026 antreiben.
Micron und AMD liefern Rekordergebnisse
Micron Technology steht für das Extremste, was der Sektor gerade bietet. Die Aktie hat sich seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt. In einer einzigen Handelssitzung legte sie elf Prozent zu und hob die Marktkapitalisierung erstmals über 700 Milliarden Dollar. Treiber ist die KI-Infrastruktur: Rechenzentren brauchen Speicherchips in einem Tempo, das die globale Produktion überfordert. Micron erwartet für das laufende Quartal eine Bruttomarge von 81 Prozent.
AMD lieferte im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von 10,3 Milliarden Dollar. Das Datencenter-Segment wuchs um 57 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar. Für das zweite Quartal stellt AMD rund 11,2 Milliarden Dollar in Aussicht. Nach Veröffentlichung der Zahlen sprang die Aktie im nachbörslichen Handel um mehr als 14 Prozent.
Beide Unternehmen gehören zu den drei größten Positionen des ETF. AMD hält einen Anteil von rund zehn Prozent, Micron knapp neun Prozent. Die Einzeltitelgewichtung ist auf zehn Prozent gedeckelt — kein Name kann das Portfolio dominieren.
Cerebras-Börsengang als Stimmungsbarometer
Der spektakulärste Moment der Woche spielte sich nicht in Quartalszahlen ab. Cerebras Systems debütierte an der Nasdaq mit einem Ausgabepreis von 185 Dollar je Aktie — und schloss bei 331 Dollar. Das entspricht einem Tagesgewinn von 68 Prozent. Das Unternehmen nahm 5,55 Milliarden Dollar ein, mehr als jeder andere Tech-Börsengang seit Ubers Debüt 2019.
Cerebras ist kein ETF-Bestandteil. Der Börsengang wirkte trotzdem als Katalysator. Er signalisiert, dass Investoren bereit sind, hohe Bewertungen für KI-Chip-Infrastruktur zu zahlen — und das strahlt auf den gesamten Sektor aus.
ETF mit 58 Prozent Plus seit Jahresbeginn
Der VanEck Semiconductor UCITS ETF notiert bei 86,74 Euro und hat seit Jahresbeginn knapp 58 Prozent zugelegt. Über zwölf Monate beträgt das Plus mehr als 130 Prozent. Das 52-Wochen-Tief lag bei 35,38 Euro — wer damals einstieg, hat seinen Einsatz mehr als verdoppelt.
Der RSI von 71 zeigt, dass der ETF technisch überkauft ist. Das passt zur Wochenbilanz: Am Freitag gab der Kurs 3,6 Prozent nach und liegt damit knapp unter seinem Allzeithoch von 90 Euro.
Geopolitik gibt Rückenwind
Ein Faktor, der selten so günstig war: China hat Kartell- und Dumping-Untersuchungen gegen US-Chipkonzerne im Rahmen eines Handelsabkommens eingestellt. Die USA halten höhere Zölle auf chinesische Importe bis November 2026 aus. Neue chipspezifische Abgaben stehen frühestens Mitte 2027 auf der Agenda. Für einen ETF, dessen Positionen globale Lieferketten nutzen, ist das eine seltene Phase ohne regulatorischen Gegenwind.
Taiwan Semiconductor — viertgrößte Position im Fonds — schätzt, dass der weltweite Halbleitermarkt bis 2030 auf 1,5 Billionen Dollar wächst. Das wäre eine Verdopplung gegenüber 2025. Ob der aktuelle Bewertungsaufschlag — das KGV des ETF liegt bei 45 — diese Wachstumserwartung bereits einpreist, werden die nächsten Quartalszahlen zeigen. AMD berichtet als nächstes im Juli.
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