Vanguard senkt die Gebühr seines FTSE All-World UCITS ETF von 0,19 Prozent auf 0,14 Prozent. Die Änderung greift ab 28. Juli und spart Anlegern nach Unternehmensangaben rund 37 Millionen Dollar pro Jahr. Trotzdem bleibt der Fonds teurer als zwei neue Konkurrenzprodukte.
Es ist bereits der zweite Schnitt binnen eines Jahres. Im Oktober hatte Vanguard die Gebühr schon von 0,22 auf 0,19 Prozent gesenkt. In Summe sind die Kosten damit um 36,4 Prozent gefallen. Der Auslöser: BlackRock und DWS haben in den vergangenen Monaten eigene ETFs auf denselben Index gestartet, beide mit einer Gesamtkostenquote von nur 0,12 Prozent. Zwei Basispunkte trennen Vanguard damit weiterhin von den Neulingen.
Anleger strömen trotzdem weiter zu
Der Kostennachteil hat die Nachfrage bisher nicht gebremst. Seit Jahresbeginn 2026 sind 18,2 Milliarden Dollar netto in den Vanguard-Fonds geflossen — mehr als doppelt so viel wie beim nächstgrößten Verfolger. Das ist bemerkenswert, denn dieser Verfolger hat es in sich.
State Streets SPDR MSCI All-Country World UCITS ETF hat mit 18,6 Milliarden Dollar einen fast identischen Zufluss eingesammelt. Der Fonds startet von einer deutlich kleineren Basis und verlangt nur 0,12 Prozent Gebühr. Bleibt die Kostenlücke bestehen, könnte sich das Wachstumstempo zwischen beiden Anbietern in den kommenden Quartalen weiter angleichen.
Kurs nahe am Rekord, Rally kühlt leicht ab
Der Fondspreis schloss die Woche bei 163,78 Euro und liegt damit nur 1,99 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 167,10 Euro vom 22. Juni. Seit dem Tief von 131,84 Euro im August 2025 hat sich der Kurs um 24,23 Prozent erholt — ein Beleg für die anhaltende Stärke globaler Aktienmärkte. Der RSI von 47,9 signalisiert dabei eine neutrale Phase ohne überkaufte oder überverkaufte Extreme.
Vertriebsstrategie erklärt Vanguards Preispolitik
Die wiederholten Gebührensenkungen passen zu Vanguards breiterer Expansionsstrategie in Europa. Das Unternehmen schätzt, dass aktuell rund 30 Millionen Privatanleger in Europa einen ETF halten. Diese Zahl könnte sich nach Vanguards eigener Einschätzung bis Mitte des kommenden Jahrzehnts verdreifachen und dann ein Fünftel der Bevölkerung von EU und Großbritannien zusammen erreichen.
Diese Wachstumsambition erklärt, warum Vanguard bereit ist, die Marge auf seinem Flaggschiff-Produkt wiederholt zu drücken — auch wenn die Gebühr über der günstigsten Konkurrenz bleibt. Skalierung und Vertriebsreichweite zählen für den Anbieter offenbar mehr als der reine Preisvergleich auf dem Papier.
Ab dem 28. Juli gilt die neue Gebühr von 0,14 Prozent verbindlich. Ob das reicht, um den Abstand zu BlackRock und DWS aus Anlegersicht zu neutralisieren, dürfte sich an den Nettomittelzuflüssen der kommenden Monate ablesen lassen.
Vanguard FTSE All-World UCITS ETF USD Accumulation: Kaufen oder verkaufen?! Neue Vanguard FTSE All-World UCITS ETF USD Accumulation-Analyse vom 25. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Vanguard FTSE All-World UCITS ETF USD Accumulation-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Vanguard FTSE All-World UCITS ETF USD Accumulation-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Vanguard FTSE All-World UCITS ETF USD Accumulation: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

