Europas CO2-Markt bekommt neue Leitplanken. Die EU-Kommission hat die Regeln für die kostenlose Zuteilung von Emissionsrechten bis 2030 angepasst und zugleich den Kurs für die Zeit bis 2040 neu gesetzt. Für den WisdomTree Carbon ist das mehr als ein politisches Detail. Der Fonds hängt direkt an dieser Marktarchitektur.
Freie Zertifikate bleiben wichtig
EU-Kommissar Wopke Hoekstra stellte am 11. Mai aktualisierte Benchmarks für das EU-Emissionshandelssystem vor. Sie bestimmen, wie viele Zertifikate die Industrie kostenlos erhält. Im Schnitt sollen die Unternehmen weiter etwa 75 Prozent ihrer Emissionen abgedeckt bekommen.
Besonders wichtig ist die Entscheidung zu den indirekten Emissionen aus dem Stromverbrauch. Für 14 Produkt-Benchmarks bleibt diese Abdeckung erhalten. Das soll Elektrifizierung und Investitionen in sauberere Produktion unterstützen. Die Regelung hat bis 2030 ein Volumen von rund 4 Milliarden Euro.
Der Pfad reicht weiter nach vorn
Parallel dazu verschiebt die Kommission den Blick über 2030 hinaus. Der bisherige Reduktionspfad war vor allem auf das Ende des Jahrzehnts ausgerichtet. Rechnerisch hätte das Angebot an Zertifikaten bis 2039 stark ausgedünnt.
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Nun soll der lineare Reduktionsfaktor so angepasst werden, dass Zertifikate auch in den 2040er Jahren noch ausgegeben werden. Das spricht für einen länger anhaltenden Preisdruck auf die Industrie. Kurzfristige Verknappungen will Brüssel offenbar vermeiden.
Hinzu kommt eine mögliche Reform der Marktstabilitätsreserve. Ab 2028 könnten dynamische Schwellenwerte greifen. Dann würde die Reserve flexibler auf Knappheit oder Überhang im Markt reagieren.
Was das für den WisdomTree Carbon bedeutet
Der WisdomTree Carbon bildet den Solactive Carbon Emission Allowances Rolling Futures Index ab. Er investiert in Terminkontrakte auf EU-Emissionsberechtigungen. Das verwaltete Vermögen liegt bei etwa 49 Millionen Euro.
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Der ETF kostet 0,35 Prozent pro Jahr. In aktuellen Datenblättern liegt die Gesamtkostenquote bei bis zu 0,85 Prozent. Aktuell notiert das Papier bei 23,88 Euro und damit knapp unter dem Schlusskurs von 24,14 Euro am Montag. Der Kurs liegt fast exakt auf dem 200-Tage-Durchschnitt von 23,86 Euro.
Technisch ist das Bild gemischt. Auf 30 Tage steht ein Plus von 5,11 Prozent, der RSI liegt mit 75 auf hohem Niveau. Das spricht für eine bereits recht weit gelaufene Bewegung. Kein Wunder, dass der Titel heute mit 1,08 Prozent im Minus handelt.
Die nächsten Termine zählen
Im Juni dürfte die Festlegung der endgültigen Kürzungen der Marktstabilitätsreserve für das Auktionsjahr von September 2026 bis August 2027 folgen. Im Juli steht eine breitere Überprüfung des EU ETS an. Dann rücken auch mögliche neue Bereiche wie kommunale Abfälle und zusätzliche maritime Sektoren in den Blick.
Bis August 2026 drosselt die Marktstabilitätsreserve noch die Auktionsvolumina. Für das vierte Quartal 2026 können sich die Mengen zusätzlich verschieben. Genau dort entscheidet sich, wie eng der Markt kurzfristig bleibt.
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