Silber hat in einer einzigen Woche mehr als fünf Prozent verloren. Wer den WisdomTree Silver 3x Daily Leveraged hält, spürt das dreifach. Das Besondere: Ausgerechnet in dieser Phase hebt HSBC seine Silberpreisprognose an — und warnt gleichzeitig vor begrenztem Aufwärtspotenzial.
HSBC erhöht Ziele, bleibt aber vorsichtig
HSBC revidierte seine Preisprognosen für Silber nach oben. Für 2026 erwartet die Bank nun einen Jahresdurchschnitt von 75 US-Dollar je Feinunze, für 2027 rund 68 US-Dollar. Beide Werte liegen deutlich über den früheren Schätzungen.
Allerdings setzt HSBC die Jahresend-Kursziele bei 70 US-Dollar für 2026 und 65 US-Dollar für 2027 — und damit unter dem aktuellen Spotpreis. Chef-Edelmetallanalyst James Steel begründet das mit einem schrumpfenden Angebotsdefizit. Er erwartet, dass sich die globale Lücke 2026 auf 73 Millionen Unzen halbiert, nach 143 Millionen Unzen im Jahr 2025. „Moderate Defizite werden nicht ausreichen, um Silber über längere Zeiträume deutlich höher zu treiben“, so Steel.
Inflation und Zinsen belasten den Kurs
Am 19. Mai fiel Silber auf 73,78 US-Dollar je Feinunze — ein Tagesrückgang von fünf Prozent. Stärker als erwartet ausgefallene US-Inflationsdaten haben die Erwartung bestätigt, dass die Federal Reserve die Zinsen länger hoch hält. Spekulationen über eine mögliche Zinserhöhung noch vor Jahresende setzen Edelmetalle zusätzlich unter Druck.
Eskalierte Spannungen zwischen den USA und dem Iran verschärfen die Lage. Kein Wunder, dass die Marktstimmung angespannt bleibt.
Investoren warten nun auf die FOMC-Protokolle und die Flash-PMI-Daten für die USA. Beide könnten die Zinspfad-Erwartungen erneut verschieben.
Strukturelle Knappheit trifft divergierende Analystenmeinungen
Das fundamentale Bild bleibt trotzdem angespannt. Laut World Silver Survey 2026 weist der Markt zum sechsten Mal in Folge ein Defizit auf — diesmal 46,3 Millionen Unzen. Das Angebot fällt schneller als die Nachfrage. Seit 2021 wurden rund 762 Millionen Unzen aus oberirdischen Lagerbeständen entnommen, um die Nachfrage zu decken.
Das Analystenspektrum für 2026 ist breit:
- J.P. Morgan: Jahresdurchschnitt 81 US-Dollar je Unze
- Citigroup: 110 US-Dollar im zweiten Halbjahr 2026
- Bank of America: Szenarioband von 135 bis 309 US-Dollar auf Basis einer Gold-Silber-Ratio-Kompression
- HSBC: Jahresdurchschnitt 75 US-Dollar, Jahresende-Ziel 70 US-Dollar
Steel weist ausdrücklich darauf hin, dass das Gold-Silber-Verhältnis sich ausweiten dürfte — Silber könnte also nachgeben, selbst wenn Gold steigt. Das unterstreicht einen wichtigen Punkt: Silber verhält sich derzeit eher wie ein Industriemetall als wie ein sicherer Hafen.
Das ETC im Marktkontext
Der WisdomTree Silver 3x Daily Leveraged bildet die dreifache Tagesrendite eines Silber-Futures-Index ab. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,99 Prozent jährlich, das Fondsvolumen bei rund 330 Millionen Euro.
Die FOMC-Protokolle und PMI-Daten der kommenden Tage werden zeigen, wie stark der Zinsdruck bleibt. Jede Überraschung schlägt sich beim dreifach gehebelten ETC unmittelbar und verstärkt im Kurs nieder — nach oben wie nach unten.
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