Auf der heutigen virtuellen Hauptversammlung setzt E.ON ein klares Signal: Der Konzern erhöht seinen Investitionsplan für 2026 bis 2030 auf 48 Milliarden Euro — fünf Milliarden mehr als im vorangegangenen Planungszeitraum. Das Geld fließt fast vollständig ins Netz.

Netzausbau als Kerngeschäft

Rund 40 Milliarden Euro der geplanten Investitionen entfallen auf den Ausbau und die Digitalisierung der Verteilnetze. Das Management sieht diese Infrastruktur als Voraussetzung dafür, wachsende Mengen erneuerbarer Energie, E-Ladestationen und Wärmepumpen ins System zu integrieren. Um den Finanzierungsbedarf abzusichern, hat E.ON bereits früh im Jahr grüne Anleihen im Volumen von 1,6 Milliarden Euro platziert — ein Schritt, der angesichts des aktuellen Zinsumfelds von Analysten aufmerksam beobachtet wird.

Solide Basis aus 2025

Das abgelaufene Geschäftsjahr liefert die Grundlage für den Wachstumskurs. E.ON erzielte ein bereinigtes Konzern-EBITDA von 9,8 Milliarden Euro, der bereinigte Konzernüberschuss lag bei 3,0 Milliarden Euro.

Auf dieser Basis schlägt der Vorstand eine Dividende von 0,57 Euro je Aktie vor, über die die Aktionäre heute abstimmen. Bei Zustimmung wäre es die neunte Erhöhung in Folge — ein Ausdruck kontinuierlicher Ausschüttungspolitik, die das Unternehmen seit Jahren pflegt.

Termine und Kursbild

Für Aktionäre sind die nächsten Tage relevant: Morgen, am 24. April, ist Ex-Dividende-Tag. Die Auszahlung folgt am 28. April. Am 13. Mai veröffentlicht E.ON die Quartalsmitteilung für Q1 2026.

Die Aktie notiert heute bei 19,32 Euro — ein Plus von rund einem Prozent gegenüber dem Vortag. Seit Jahresbeginn hat der Titel knapp 17,5 Prozent zugelegt und liegt damit komfortabel über seinem 200-Tage-Durchschnitt. Bis zum 52-Wochen-Hoch von 20,30 Euro fehlen noch rund fünf Prozent.