RWE macht Tempo beim Ausbau der Offshore-Windkraft. Der Essener Energiekonzern hat die Verkabelung für den Windpark Nordseecluster A abgeschlossen. Damit rückt die Inbetriebnahme eines wichtigen Teils der Projektpipeline näher.
Fortschritte in der deutschen Nordsee
RWE verlegt 185 Kilometer Kabel in der Nordsee. Diese verbinden 44 Windturbinen des Herstellers Vestas mit zwei Umspannwerken. Das Projekt Nordseecluster A verfügt über eine Kapazität von 660 Megawatt.
RWE hält 51 Prozent an dem Vorhaben. Der Partner Norges Bank kontrolliert die restlichen 49 Prozent. Die volle Inbetriebnahme planen die Unternehmen für Anfang 2027.
Internationale Pipeline wächst
Auch in Großbritannien meldet der Konzern Erfolge. Beim Projekt „Sofia“ steht mittlerweile die 100. Turbine. Nach der Fertigstellung soll der 1,4-Gigawatt-Park rund 1,2 Millionen Haushalte versorgen.
Derzeit baut RWE weltweit Anlagen mit einer Gesamtleistung von elf Gigawatt. Weitere drei Gigawatt stehen kurz vor der Netzanbindung. Das Unternehmen investiert parallel dazu am Standort A44n in kombinierte Solar- und Speicherlösungen.
Chartbild bleibt volatil
An der Börse zeigt sich ein zweigeteiltes Bild. Die Aktie stieg am Freitag um 0,80 Prozent auf 55,18 Euro. Damit notiert das Papier zwar zehn Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt, bleibt aber unter der 50-Tage-Linie.
Innerhalb eines Jahres legte der Kurs um rund 58 Prozent zu. Die kurzfristige Tendenz ist allerdings negativ. In den vergangenen sieben Tagen verlor der Titel vier Prozent an Wert.
Die operative Dynamik bleibt hoch. Für das Nordseecluster folgt als nächster Schritt die Phase B mit zusätzlichen 900 Megawatt.
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